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Wehsely gratuliert SalztorZentrum zum 15-jährigen Bestehen

Männerwohnheim der Heilsarmee Österreich betreut psychisch kranke Wohnungslose

Die Geschichte der Wohnungslosenhilfe der Heilsarmee Österreich ist lang. Bereits in 1920er Jahren wurde das erste Wohnheim in Wien betrieben. Die Liegenschaft Große Schiffgasse 3 in 1020 Wien konnte die Heilsarmee Österreich Mitte der 50er Jahre erwerben. Teilweise waren bis zu 100 Männer in dem Haus untergebracht. In den 90er Jahren entstand dann der Wunsch nach strukturellen und inhaltlichen Veränderungen. 1999 konnte die Heilsarmee Österreich mit Unterstützung der Stadt Wien ein bis dahin völlig neues Konzept umsetzen.

Nach einer Generalsanierung des Hauses in der Großen Schiffgasse 3 wurde erstmalig in einer Einrichtung der Wiener Wohnungslosenhilfe medizinische Betreuung durch einen Psychiater angeboten. „Gerade psychisch Kranken fällt der Weg zum Arzt oft besonders schwer“, so Hans-Marcel Leber, Geschäftsführer der Heilsarmee Österreich. „Die medizinische Versorgung im Haus geht gezielt auf die besonderen Bedürfnisse unserer Bewohner ein.“

Stadt Wien gratuliert

„Die Stadt Wien wendet jährlich 55 Millionen Euro für die Wohnungslosenhilfe auf. Damit stellen wir sicher, dass Menschen, die Unterstützung brauchen, in Wien wieder auf die Beine kommen und den Weg in ein eigenständiges Leben schaffen. Das SalztorZentrum leistet einen wichtigen Beitrag dazu“, erklärt Sozialstadträtin Sonja Wehsely anlässlich des Jubiläums.

„Das SalztorZentrum ist für Männer, die in ihrem Leben einen Bruch ihrer Lebenslinie erfahren haben, eine Andockstation,  die mit Hilfe, Unterstützung, aber auch mit Glauben begleitend wirkt. Viel Erfolg auch für die Zukunft“, wünscht Karlheinz Hora, Bezirksvorsteher der Leopoldstadt.

„Das SalztorZentrum ist ein ganz wertvoller Bestandteil der Wiener Wohnungslosenhilfe. Es zeichnet sich dadurch aus, unspektakulär, aber dadurch umso wirkungsvoller zu sein“, so Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien (FSW). Das SalztorZentrum wird über den FSW aus Mitteln der Stadt Wien gefördert. Die Fördersumme beträgt rund 500.000 Euro pro Jahr.

Mehr als nur ein Wohnheim

Ein multiprofessionelles Team aus SozialarbeiterInnen, Psychiater, Psychiatrischer Krankenschwester und Seelsorger fördert die Kompetenzen der Bewohner. Durch das ganzheitliche Betreuungsangebot werden die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit gestärkt und die soziale Integration unterstützt.

Die Heilsarmee – seit über 80 Jahren in Österreich

Die Heilsarmee ist eine Hilfsorganisation und christliche Glaubensbewegung, die in ihrem „Kampf gegen die Armut“ in weltweit über 125 Ländern Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In Österreich wurde die Heilsarmee 1927 gegründet. Die Hilfsorganisation bietet in Österreich eine breite Palette an Hilfeleistungen und sozialen Einrichtungen wie Männerwohnheim, Betreutes Wohnen, Sozial Betreutes Wohnen, Mobile Wohnbegleitung, Gefangenenseelsorge und Wohnungslosenarbeit an.

Wiener Wohnungslosenhilfe startet Winterpaket 2014/15

An 365 Tagen im Jahr geöffnet, Platz für bis zu 100 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig: Seit 1989 werden in der JOSI akut obdachlose Menschen betreut. Das direkt in der U6-Station Josefstädterstraße gelegene Tageszentrum ist eine feste Größe im Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe. „Wien ist eine starke und soziale Stadt. Die Unterstützung für die sozial Schwächsten zeigt sich auch durch den solidarischen Schulterschluss der Bezirke, der Wiener Linien und der Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Alle ziehen gemeinsam an einem Strang, damit das soziale Netz hält“, sagt Sozialstadträtin Sonja Wehsely anlässlich 25 Jahre JOSI. Auch Gemeinderätin Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Grünen Wien zollt der JOSI ihren Respekt: „Gerade jetzt, wo FPÖ und ÖVP versuchen, Sozialeinrichtungen an den Stadtrand zu verdrängen, werden zentrale Einrichtungen wie die JOSI immer wichtiger. Mit rot-grün wird es keine Verdrängung geben.“

Erholung vom Leben auf der Straße

In der JOSI finden akut obdachlose Menschen einen geschützten Raum vor, in dem sie sich tagsüber ohne Konsumationszwang aufhalten können. „Hier bekommen sie Rat und Unterstützung, können sich Essen zubereiten, duschen und Wäsche waschen, ihre Habe sicher verwahren und sich nicht zuletzt vom Alltag auf der Straße zurückziehen. Das Tageszentrum ist das Wohnzimmer dieser Menschen“, so Monika Wintersberger-Montorio, Geschäftsführerin von „wieder wohnen“ – der Betreiberin der JOSI. Seit der umfassenden Sanierung der U-Bahnstation Josefstädter Straße, die im Vorjahr abgeschlossen wurde, steht den Gästen des Tageszentrums mehr Platz zur Verfügung. Insbesondere der Koch-, Wasch- und Sanitärbereich wurde erweitert.

Wiener Wohnungslosenhilfe erreicht über 9.000 Menschen

Rund 55 Millionen Euro im Jahr wendet Wien für die Wohnungslosenhilfe auf – davon werden rund 5.000  Wohn- und Schlafplätze in 90 Einrichtungen finanziert, aber auch Tageszentren wie die JOSI, Beratungseinrichtungen und Straßensozialarbeit. Ziel aller Angebote ist es, den Menschen durch gezielte Betreuung wieder ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen. Mehr als 9.000 Menschen pro Jahr brauchen die Unterstützung der Wiener Wohnungslosenhilfe.

Winterpaket: 450 Schlafplätze zusätzlich

Mit dem nahenden Winter beginnt die härteste Zeit für obdachlose Menschen. „In Wien muss in der kalten Jahreszeit niemand auf der Straße bleiben“, betont Sonja Wehsely. „Dafür stellen wir jeden Winter zusätzliche Plätze zur Verfügung – für die Menschen, die reguläre Unterstützungsangebote nicht nutzen können oder wollen.“ Für akut obdachlose Menschen stehen ganzjährig rund 300 Nachtquartiersplätze zur Verfügung, in diesem Winter wird je nach Bedarf auf bis zu 750 Plätzen aufgestockt. „Das Winterpaket wird wieder alle Menschen, egal woher sie kommen, in der kalten Jahreszeit versorgen. Wir wollen, dass auf Wiens Straßen niemand erfriert“, so Birgit Hebein, „das Winterpaket gibt den Betroffenen rechtzeitig Hilfe und Unterstützung. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, die auf der Straße übernachten, leisten die niederschwelligen Einrichtungen und Streetworker immens wichtige Arbeit.“

Der Fonds Soziales Wien sorgt gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen Wiener Rotes Kreuz, Caritas, Samariterbund Wien und “wieder wohnen“ dafür, dass die bestehenden Kapazitäten ab November deutlich erweitert werden. „Warme Schlafplätze sind im Winter stärker nachgefragt, da eine Übernachtung im Freien ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt. Und auch Menschen ohne Sozialanspruch in Wien können die von der Stadt geförderten Plätze im Winter nutzen“, erklärt Anita Bauer, Fachbereichsleiterin Betreutes Wohnen vom Fonds Soziales Wien. Das Winterpaket der Wiener Wohnungslosenhilfe läuft von 3. November 2014 bis 30. April 2015. Mit Ende April 2015 werden die Plätze wieder reduziert und die provisorischen Notschlafstellen geschlossen.

Jubiläum: Wehsely feiert 50 Jahre KWP-Pensionistenklub Schönbrunn & Eröffnung erster SeniorInnen.Treff in Meidling

Neben komfortablem Ambiente, Barrierefreiheit und moderner Infrastruktur wird eine Vielfalt an Freizeitaktivitäten angeboten.

Der Pensionistenklub in der Meidlinger Hauptstraße 4 in Wien-Meidling feiert sein erstes halbes Jahrhundert! Persönlich gratulierten am 8. Oktober neben vielen geladenen Gästen auch die KWP-Präsidentin, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, Bezirksvorsteherin Gabi Votava und KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann.

„Ein abwechslungsreiches Programm und viel Geselligkeit – das bieten die über 160 Pensionistenklubs der Stadt Wien. Mit dem Umbau zum modernen SeniorInnen.Treff werden Angebot und auch der Zusammenhalt der BesucherInnen noch einmal gestärkt und die gute, alte Grätzel-Struktur auf zeitgemäße Weise gestärkt“, gratulierte Wehsely zum Jubiläum. Auch Bezirksvorsteherin Votava ist stolz auf „ihren“ Klub: „Für viele Seniorinnen und Senioren im Bezirk ist der Pensionistenklub so etwas wie ein zweites Wohnzimmer. Mit der Sanierung wird der Klub das auch die nächsten 50 Jahre ein beliebter Ort des Miteinanders bleiben!“

Erster SeniorInnen.Treff im 12. Bezirk
Der seit 1964 bestehende Klub wurde zum großen Jubiläum komplett saniert und zum insgesamt 18. modernen SeniorInnen.Treff – einem Pensionistenklub der neuen Generation – umgestaltet. Neben dem komfortablen Ambiente, Barrierefreiheit und moderner Infrastruktur (Internetzugang) wird eine Vielfalt an Freizeitaktivitäten angeboten, die eine breite Zielgruppe ansprechen. „Der Klub in Meidling ist unter den Seniorinnen und Senioren des Bezirks sehr beliebt. Ich bin überzeugt, dass der modernisierte Klub noch mehr interessierte Wienerinnen und Wiener anspricht, an den bunten, vielfältigen Aktivitäten teilzunehmen“, freut sich KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann.

Seit Jänner 2012 wird fast täglich im Rahmen des „Gesunden Klubs“ ein abwechslungsreiches Aktivitätsprogramm angeboten. Von der gesunden Jause, Fachvorträgen, Sitzgymnastik, Gedächtnistraining, Bowling, Cross Ball bis hin zu dem sehr beliebten Bingo macht das Tanzkaffee mit Taxitänzer besonders Spaß!

Das richtige Know-how für ein erfülltes Leben im Alter vermitteln außerdem regelmäßige Fachvorträge durch ExpertInnen. Die breite Themenpalette reicht dabei von Verkehrserziehung für SeniorInnen bis hin zu Internet-Knowhow und Schmerztherapie. Außerdem stehen eine Internetstation und ein Beamer für lustige Spiele mit der Nitendo Wii Station zur Verfügung.

Allgemeines zu den Pensionistenklubs
Die Pensionistenklubs der Stadt Wien wurden 1946 gegründet. Sie bieten seit mehr als sechs Jahrzehnten ein buntes Programm mit vielen Aktivitäten an: von der traditionellen Wiener Kaffeejause, Karten- und Brettspielen, Musikveranstaltungen und saisonalen Festen bis hin zu kreativem Gestalten, Bewegung und Vorträgen. Die über 160 Klubs werden vom Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) betrieben. Infos: www.pensionistenklubs.at

10 Jahre Fonds Soziales Wien: Soziale Sicherheit für Wienerinnen und Wiener

Seit 2004 ist der Fonds Soziales Wien (FSW) Träger der Sozialhilfe in Wien und organisiert, fördert und vermittelt soziale Dienstleistungen für jährlich knapp 100.000 Wienerinnen und Wiener. „Alle reden von der Verwaltungsreform – im Wiener Gesundheits- und Sozialbereich haben wir bereits vor 10 Jahren eine Verwaltungsreform umgesetzt. Und der Erfolg gibt uns Recht“, sagt Bürgermeister Dr. Michael Häupl anlässlich dieses Jubiläums.

Strukturreform des Wiener Gesundheits- und Sozialwesens

Der Wiener Gemeinderat beschloss 2003 eine tiefgreifende Strukturreform des Wiener Gesundheits- und Sozialwesens. Bei der Reform ging es um die Erfüllung von drei Punkten: Die Gewährleistung der sozialen Sicherheit auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, die Sicherung der Leistungen für sozial Benachteiligte und nicht zuletzt um Sicherheit für Tausende Beschäftigte in diesem Bereich. „Mit der Reform sollte die Arbeit im Sozialbereich in Zukunft schneller, effizienter und vor allem noch stärker kundInnenorientiert ablaufen. Herausforderungen kann man nicht bewältigen, wenn alles so bleibt wie es ist“, so Mag.a Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales. 2004 wurden daher die Aufgaben der MA 47 („Pflege und Betreuung“) und Teile der MA12 („wien sozial“) in der MA 15A zusammengeführt.  Daraus entstand im Juni 2004 der Fonds Soziales Wien mit seinen heutigen Aufgaben.

Die Reform brachte auch eine klare Neuordnung der Kompetenzen mit sich: Planung und Strategie blieben bei der Stadt Wien, der FSW übernahm die Förderung und Qualitätssicherung. Die sozialen Dienstleistungen werden von gemeinnützigen Organisationen erbracht. „Wir wollten eben nicht die Planung und Steuerung des Wiener Sozialsystems dem freien Markt überlassen“, sagt Wehsely.  „Die Stadt Wien hat den österreichischen Sozialstaat entscheidend mitgeprägt und mit aufgebaut, wir wollen und werden diese Aufgabe und die daraus resultierende Verantwortung für die Wienerinnen und Wiener niemals abgeben“.

Der FSW als neues Modell

Mehr Transparenz, einheitliche Regelungen für alle und effiziente Strukturen: Das waren die Zielvorgaben, mit denen der FSW an den Start ging. „Es war klar, dass wir aus den traditionellen Organisationsformen ausbrechen müssen, um völlig neue Wege zu gehen“, so Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien. Mit der Subjektförderung schuf der FSW ein innovatives System der direkten und individuellen Förderung: Die einzelne Person wird für den Bezug einer Leistung gefördert, abgestimmt auf den persönlichen Bedarf und die Lebensumstände.

Im Laufe der Jahre ist es außerdem gelungen, mittels einer einheitlichen Tarifkalkulation für die leistungserbringenden Organisationen einheitliche Spielregeln zu schaffen, die dennoch den nötigen Freiraum für Individualität der Leistungen lassen. So wird die Vielfalt der traditionsreichen und gleichzeitig sehr beweglichen und innovativen Soziallandschaft Wiens gewahrt.

„Der Fonds Soziales Wien wird sich auch künftig weiterentwickeln, nicht zuletzt deshalb, weil die Rahmenbedingungen unserer Arbeit laufend Veränderungen unterworfen sind“, so FSW-Geschäftsführer Peter Hacker. „Wenn wir etwas Gutes erhalten wollen, müssen wir es verändern, damit es auch in Zukunft gut bleibt.“

Gemeinsam für Wien

Der Fonds Soziales Wien sorgt dafür, dass Wienerinnen und Wiener die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Er finanziert und organisiert jährlich Leistungen für zuletzt 58.180 Menschen mit Pflege und Betreuungsbedarf, 12.090 KundInnen mit Behinderung, 9.770 KundInnen ohne Wohnung oder Obdach, 9.180 Flüchtlinge in der Grundversorgung, 9.200 Menschen mit Schuldenproblemen und 4.160 Personen mit Bedarf an Mobilitätsunterstützung. Rund 100.000 Wienerinnen und Wiener werden pro Jahr vom FSW und seinen über hundert Partnerorganisationen rasch und individuell unterstützt.

Die Tochtergesellschaften des FSW bieten Schuldnerberatung, Hauskrankenpflege, Betreuung in Tageszentren für Seniorinnen und Senioren, soziale Arbeit in den Regionen Wiens und in Krankenanstalten sowie Wohnmöglichkeiten für wohnungslose Menschen an.

Modernisierung der Pflege in Wien schreitet zügig voran

Mit dem Pflegewohnhaus Baumgarten ist jetzt bereits das sechste neue  Pflegewohnhaus des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) mit 326 Plätzen in Betrieb. Die BewohnerInnen sind vor wenigen Wochen in die zwölf Pflegewohnbereiche für Kurz- und Langzeitpflege eingezogen und haben sich mittlerweile gut eingelebt. Bürgermeister Michael Häupl erklärte anlässlich der Eröffnung des Pflegewohnhauses Baumgarten: „Die Stadt bietet älteren Wienerinnen und Wienern Pflege auf höchstem Niveau – persönlich und professionell in modernen Häusern zum Wohlfühlen. Das gibt Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen Sicherheit.“

Für Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely ist das Pflegewohnhaus Baumgarten ein Beispiel für den Übergang in die neue Zeit der Pflege im Zuge des Wiener Geriatriekonzepts: „Gerade der Standort Baumgarten hat eine lange Tradition in der Pflege. Die hervorragende Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird jetzt im neuen Pflegewohnhaus fortgeführt und durch die freundliche Atmosphäre des Hauses unterstützt.“ Für die BewohnerInnen stehen ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer zur Verfügung. Die Zimmer verfügen über barrierefrei gestaltete Loggien, die auch mit einem Pflegebett befahrbar sind.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig hebt die Verantwortung gegenüber der älteren Generation hervor: „Daher unterstützt die Stadt Wien über Wohnbauförderungsmittel den Ausbau von Wohnformen, die den unterschiedlichen Wohnbedürfnissen von Seniorinnen und Senioren gerecht werden. Dazu zählt ein vielfältiges und leistbares Wohnungsangebot im geförderten Wohnbau ebenso wie der Bau von Pflegewohnhäusern, die beste Betreuung und ein geborgenes Zuhause bieten.“Die Errichtung des Pflegewohnhauses Baumgarten wurde mit 13,1 Millionen Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt.

„Der Standort Baumgarten hat durch dieses eindrucksvolle und moderne Pflegewohnhaus an Attraktivität und Bedeutung gewonnen“, erklärte Andrea Kalchbrenner, Bezirksvorsteherin von Penzing, anlässlich der Eröffnung. Und Roland Paukner, Direktor der Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien, erläutert: „Das neue Haus erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Wohnbereiche sind überschaubar angelegt. Zusätzlich zur Pflege können wir im Haus zahlreiche Behandlungen und Therapien für pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner unserer Häuser anbieten.“

Das Pflegewohnhaus Baumgarten verfügt über Behandlungs- und Therapieräume, die den BewohnerInnen aller Pflegewohnhäuser des KAV zur Verfügung stehen. Dieses Angebot gewährleistet eine dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechende medizinische, therapeutische und pflegerische Betreuung für chronisch erkrankte, multimorbide und pflegebedürftige BewohnerInnen. Im Haus stehen drei Bereiche für Kurzeitpflege, sieben Bereiche für Langzeitbetreuung sowie zwei Bereiche für an Demenz erkrankte BewohnerInnen zur Verfügung. In jedem der zwölf Bereiche werden zwei bis drei Tagesräume errichtet. ‚Marktplatzzonen‘ auf den Gängen machen den täglichen Ablauf erlebbar.

Das neue Haus wird auch ein Tageszentrum für SeniorInnen des Fonds Soziales Wien (FSW) beherbergen, in dem bis zu 50 Menschen tagsüber professionell betreut werden können, während ihr pflegenden Angehörigen Zeit für sich haben. Gemeinschaftsräume, ein Veranstaltungssaal, Geschäfte und Dienstleistungsbereiche im Eingangsbereich runden das breite Angebot des neuen Pflegewohnhauses Baumgarten ab.

Gut aufgehoben in jeder Lebensphase

Mit dem Geriatriekonzept reagiert die Stadt Wien auf die Herausforderung einer immer älter werdenden Gesellschaft: Insgesamt werden zwischen 2007 und 2015 36 Pflegewohnhäuser und Pensionistenwohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert.

Wohnortnahe Betreuung, hoher Wohnkomfort und professionelle Pflege und Betreuung sorgen dafür, dass Menschen in dieser Stadt gut betreut werden. Die Stadt Wien bietet bzw. fördert rund 18.000 Pflege- und Wohnplätze in insgesamt 91 Häusern und Einrichtungen für betagte und pflegebedürftige Wienerinnen und Wiener. Elf Wohn- und Pflegehäuser des KAV, 31 Häuser zum Leben und 49 private Wohn- und Pflegehäuser von 29 verschiedenen Betreibern bieten beste Qualität.

Stadträtin Wehsely eröffnet Einrichtung für minderjährige Flüchtlinge

Der Samariterbund betreut 30 junge Menschen, die aus Krisenregionen geflohen sind

Jahr für Jahr flüchten tausende Jugendliche allein, ohne ihre Eltern, aus den Krisenregionen der Welt. Im Haus „Sidra“, einem Wohnhaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) des Samariterbundes Wien, finden einige von ihnen ein neues Zuhause. „Sidra“ bedeutet „Familie“ in der Sprache Tigrinya, die in Eritrea gesprochen wird und steht für die Gemeinschaft, in der die Jugendlichen im Wohnhaus leben.

Ein Recht auf Kindheit

„Jedes Kind hat ein Recht auf Kindheit. Auch wenn wir diesen geflüchteten Waisen und verlassenen Jugendlichen ihre wahrscheinlich nicht mehr ganz zurückgeben können, so müssen wir zumindest alles versuchen, ihre Gesundheit zu verbessern, ein Stück Lebensfreude und Sicherheit zu spenden und ihnen eine Zukunft wieder zu ermöglichen“, sagt Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely. „Wien ist eine lebenswerte Stadt, weil wir uns um die kümmern, die uns brauchen. Das ist mein Grundverständnis einer sozialen, solidarischen und lebenswerten Gemeinschaft.“

Im Rahmen der Grundversorgung wurden hier in der Kerschensteinergasse in Wien Meidling insgesamt 30 Plätze für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren geschaffen. „Viele von ihnen haben Traumatisches erlebt. Wir bieten den jungen Menschen eine altersadäquate Unterbringung und Betreuung. Unsere MitarbeiterInnen helfen ihnen auch, ihre einschneidenden Erlebnisse zu verarbeiten“, erklärt Dkfm. Dr. Sigfried Sellitsch, Präsident des Samariterbundes Wien. Im Mittelpunkt der sozialpädagogischen und psychosozialen Betreuung, die rund um die Uhr erfolgt, stehen neben der Strukturierung des Tagesablaufs integrationsfördernde Maßnahmen.

Tagesablauf der Jugendlichen

Vormittags besuchen die Jugendlichen, die beispielsweise aus Syrien und Afghanistan kommen, entweder regulär die Schule oder einen Deutschkurs, zu Mittag wird gemeinsam gegessen und abends gemeinsam gekocht. Auch in ihrer Freizeit lernen die Jugendlichen Deutsch – denn sie wissen, dass sie mit guten Deutschkenntnissen bessere Chancen für ihre Zukunft haben. Dabei werden sie auch von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt. Sportliche Aktivitäten und kreative Workshops tragen zur Stabilisierung der Jugendlichen bei und helfen ihnen zudem ihre traumatischen Erlebnisse aus den Krisengebieten und während der Flucht zu verarbeiten.

Gabriele Votava, Bezirksvorsteherin des 12. Bezirks: „Es ist mit dieser Einrichtung gelungen, jungen Menschen einen guten Start in ein neues Leben zu geben.“ Auch DSA Anita Bauer, stellvertretende Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien und für die Wiener Grundversorgung von AsylwerberInnen zuständig, betont: „Uns ist wichtig, Flüchtlinge nicht einfach nur unterzubringen, sondern ihnen auch gute, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Betreuung zu bieten. Deshalb arbeiten wir mit erfahrenen NGOs wie dem Samariterbund zusammen.“

Unterstützen auch Sie die Jugendlichen bei ihrem Start in ein neues Leben!

Spendenkonto: IBAN: Erste Bank AT65 2011 1287 6984 9600 BIC: GIBAATWWXXX

Wehsely feiert 30 Jahr-Jubiläum KWP-Pensionisten-Wohnhaus Jedlersdorf

Die Leistungsangebote reichen von „Unterstütztem Wohnen“ über „Betreutes Wohnen“ bis zu „Gepflegt.Wohnen“ mit intensiver Pflege

Jede Menge zu feiern gab es am Dienstag, 1. Juli 2014 im Haus Jedlersdorf. Seit genau 30 Jahren bietet das im alten Bezirks- und Ortskern von Floridsdorf gelegene Pensionisten-Wohnhaus 310 Wiener SeniorInnen ein altersgerechtes Zuhause. Inmitten einer ruhigen Wohnanlage, umgeben vom Grün des Haspingerparks und mit guter Verkehrsanbindung ins Stadtzentrum verbindet das Haus pulsierendes Leben mit viel Ruhe und Erholungsmöglichkeiten.

Die Leistungsangebote im Haus Jedlersdorf reichen von „Unterstütztem Wohnen“ für Menschen ohne Pflegebedarf über „Betreutes Wohnen“ mit ambulanten Betreuungsleistungen bis zu „Gepflegt.Wohnen“ mit intensiver Pflege durch qualifiziertes Fachpersonal im stationären Bereich.

Niemals zu kurz kommt im Haus Jedlersdorf der Genuss: Im Haus wird täglich frisch gekocht. Die KöchInnen bereiten täglich fünf abwechslungsreiche Mahlzeiten aus vorwiegend regionalen, saisonalen und biologischen Zutaten zu. Ebenso bietet die Frischküche schmackhafte Diätkost und Sonderkostformen für Menschen mit Kau- oder Schluckstörungen an.

Die große Besonderheit des Hauses sind die sehr aktiven Handwerksgruppen. Regelmäßige Vernissagen sowie Weihnachts- und Ostermärkte mit jeder Menge Selbstgebasteltem sind im „Grätzel“ immer wieder beliebte Höhepunkte.

Erfreut über die Beliebtheit des Hauses zeigten sich die prominenten GratulantInnen, wie etwa Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely: „Leistbare Betreuung und Pflege für alle Wienerinnen und Wiener sind mir ein besonders wichtiges Anliegen. Das Haus Jedlersdorf ist dafür ein sehr gutes Beispiel und aus der sozialen Landschaft des Bezirkes nicht wegzudenken“, so Wehsely. „Die Verwurzelung im Bezirk und der rege Austausch zwischen Jung und Alt sorgen für eine lebendige, kreative Atmosphäre, von der alle Altersgruppen profitieren!“

„Die Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren haben für die Stadt Wien einen sehr hohen Stellenwert. Daher wird in den „Häusern zum Leben“ auf den Komfort und die Qualität der Betreuung und Pflege besonders geachtet. Das Haus Jedlersdorf ist dafür ein wunderbares Beispiel. Hier können sich die Bewohnerinnen und Bewohner in unserem Floridsdorf wohl und zuhause fühlen“, so Bezirksvorsteher Georg Papai.

Auch KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann freut sich über das runde Jubiläum: „Das Haus Jedlersdorf ist die perfekte Mischung aus Grünlage und der Möglichkeit, mitten im Leben zu stehen. Auf weitere 30 gute Jahre!“

Hintergrund zu den Häusern zum Leben

Das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) ist ein wichtiger Teil des vielfältigen Betreuungsnetzwerkes der Stadt Wien für SeniorInnen. In den letzten Jahren hat das KWP, aufgrund der veränderten Nachfrage einer immer älter werdenden Zielgruppe, einen großen Wandel vollzogen und ein neues Betreuungsangebot und zeitgemäße Ausstattungsstandards entwickelt. War früher der häufigste Einzugsgrund die komfortablere Wohnung, so sind es heute die Betreuungssicherheit bei Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit, die Erhaltung der sozialen Kontakte und eine aktive Freizeitgestaltung, die die SeniorInnen an den Häusern zum Leben schätzen. Im Zuge dessen konnte das KWP in den letzten zwei Jahren zwei Häuser, das neue Haus Döbling (2012) und das generalsanierte Haus Rosenberg (2014) fertigstellen. Mitte 2014 wird die Generalsanierung und der Umbau des Haus Liebhartstal beendet sein. Im Juli ziehen die ersten BewohnerInnen in das neue Pensionisten-Wohnhaus in Ottakring ein.

Das 1960 gegründete Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) ist ein gemeinnütziger privatrechtlicher Fonds der Stadt Wien. Er betreibt in Wien die 31 Häuser zum Leben, die rd. 8.800 älteren Menschen Platz bieten. Mit einem Angebot von Wohn- und Pflegeplätzen in fast allen Wiener Gemeindebezirken, rund 100 Schwerpunkt-Betreuungsplätzen (Remobilisationsstationen, Betreuungszentrum Rosenberg) sowie den 163 Pensionistenklubs der Stadt Wien ist das KWP der österreichweit größte Anbieter von Seniorenbetreuung. Insgesamt 3.600 MitarbeiterInnen bemühen sich täglich um die Betreuung der Wiener SeniorInnen.

Helmut-Zilk-Haus in Wien-Liesing feiert ersten Geburtstag

Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Dagmar Koller gratulieren

Das ideelle Erbe des Altbürgermeisters Dr. Helmut Zilk ist ein lebensfrohes und modernes Pflegewohnhaus geworden. „Das Pflegewohnhaus Liesing verbindet wunderbar moderne Architektur mit höchster Qualität in der Pflege und Betreuung. Genau diese Qualität wird nach und nach in den neuen Wohn- und Pflegewohnhäusern im Rahmen des Wiener Geriatriekonzepts umgesetzt“, so Gesundheits- und Sozialstadträtin Wehsely anlässlich der Feier.

„Das an das Helmut-Zilk-Haus angeschlossene Tageszentrum ergänzt die beispielgebende Qualität des Pflegewohnhauses perfekt.

Individuelle, bedarfsorientierte Angebote und ein abwechslungsreiches Programm warten auf die BesucherInnen. Das bedeutet angenehme Tage für SeniorInnen und sorgenfreie Tage für Angehörige“, betont Liesings Bezirksvorsteher Gerald Bischof.

Gemütliche Sitzinseln  Entspannung und Begegnung, moderne, helle Ein- und Zweibettzimmer mit Blick ins Grüne und barrierefreien Loggien, weitläufige Gärten, oben am Dach eine Ruheoase und ein großes, blühendes Hochbeet mit Kräutern, Blumen und Gemüse, das von den BewohnerInnen liebevoll gepflegt wird. „Das ist Leben. Die BewohnerInnen haben sich hier sofort wohl gefühlt – so wie wir“, freuen sich Brigitte Szeitz, Leiterin des Pflegedienstes, Annemarie Palkovits-Obrowsky, ärztliche Leiterin, und Walter Teuschler, leitender Direktor des 2013 eröffneten Pflegewohnhauses Liesing.

Bauherrenpreis für Wien 2013

Das Pflegewohnhaus Liesing erhielt zudem 2013 von der Zentralvereinigung der ArchitektInnenn den Bauherrenpreis für Wien. Roland Paukner, Direktor der Teilunternehmung Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser, ist auch stolz auf diese Auszeichnung. „Das ist die Bestätigung für den neu eingeschlagenen Weg zur Errichtung innovativer neuer Pflegewohnhäuser. Die Detailgenauigkeit in der Architektur wie elektronisch geheizte Kachelöfen oder leicht verschiebbare Fensterläden spiegeln den Respekt vor den BewohnerInnen wider.“

Ehrengast Dagmar Koller überrascht mit einem Medley

Auch Dagmar Koller verbindet viele schöne Momente mit dem Haus, für das Helmut Zilk 2008 die Patenschaft übernommen hatte. „Dieses Pflegewohnhaus war eine Herzensangelegenheit meines Mannes“, erinnert sich die beliebte Sängerin und Schauspielerin. „Die älteren Menschen, die heute im Helmut-Zilk-Haus wohnen, haben in ihrem Leben viel gesehen und viel geleistet. Man kann diesen Menschen nicht oft genug Danksagen, und deshalb möchte ich Ihnen ein kleines Wienerlied-Medley singen“, sagt Dagmar Koller. „Es waren auch stets besondere Momente, wenn Helmut Zilk und ich in dieses Haus gekommen sind, daran erinnere ich mich dann auch so gerne.“

Vielfältige Therapieangebote

Das Pflegewohnhaus Liesing betreut hochbetagte, pflegebedürftige sowie chronisch kranke Menschen, die eine medizinische sowie therapeutische Betreuung benötigen. Wie in allen modernen Pflegewohnhäusern der Stadt Wien stehen in Liesing vielfältige Therapieangebote zur Verfügung. Sie zielen darauf ab, die körperlichen und geistigen Funktionen der Menschen zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Das Haus verfügt über 322 Plätze. Es stehen zehn Bereiche für die Langzeitbetreuung sowie zwei Bereiche für an Demenz erkrankte Menschen zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Haus noch sieben Urlaubsbetreuungsplätze an.

Wehsely/Ludwig: Dachgleiche für das neue moderne KAV-Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus

Die Umsetzung des Wiener Geriatriekonzepts schreitet zügig voran

Zwei Wochen nach der Eröffnung des Pflegewohnhauses Innerfavoriten feiern Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Dachgleiche für das neue Pflegewohnhaus in Rudolfsheim-Fünfhaus. Am ehemaligen Gelände des Kaiserin-Elisabeth-Spitals entsteht derzeit ein modernes Pflegewohnhaus mit sozialmedizinischer Betreuung des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV). Vor acht Monaten erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Einrichtung für hochbetagte und chronisch kranke Menschen, die einer medizinischen Betreuung rund um die Uhr bedürfen.

„Schon jetzt erfahren die Bewohnerinnen und Bewohner der sechs neu errichteten Pflegewohnhäuser des Wiener KAV ein mehr an Lebensqualität. In gut einem Jahr wird es auch im 15. Bezirk ein modernes Pflegewohnhaus zum Wohlfühlen geben“, erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely bei der heutigen Gleichenfeier.

„Wohnqualität ist eng mit Lebensqualität verknüpft. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass es hochwertige Wohnformen für die ältere Generation gibt. Dazu zählen auch Pflegewohnhäuser. Die Errichtung des neuen Projekts wurde mit zehn Millionen Euro aus Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt“, betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Ein Zuhause für 328 betagte Menschen

Menschen, deren Pflegeaufwand so hoch ist, dass eine Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, werden im künftigen Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus ein neues Zuhause finden. 328 chronisch kranke und hoch betagte Menschen werden in einer wohnlichen Atmosphäre individuell betreut und rund um die Uhr medizinisch, therapeutisch und pflegerisch versorgt. Die Einrichtung wird über zehn Pflegewohnbereiche und zwei Spezialbereiche für an Demenz erkrankte Menschen verfügen.

„Das Haus wird ausschließlich Ein- und Zweibettzimmer, Loggien und großzügige Freibereiche bieten“, erzählt Roland Paukner, Direktor der Teilunternehmung  Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien. Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal freut sich darauf, wenn Ende 2015 bzw. Anfang 2016 die BewohnerInnen das Pflegewohnhaus beziehen können: „Das Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus ist eine infrastrukturelle und städtebauliche Bereicherung für die BewohnerInnen im Bezirk.“

Kindergarten, Geschäftslokale und geförderte Wohnungen

Das Pflegewohnhaus Rudolfsheim Fünfhaus wird von der GESIBA (Gemeinnützige Siedlungs- und Bauaktiengesellschaft) im nördlichen Teil des rund 30.000 Quadratmeter großen Areals errichtet und vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) gemietet und betrieben. „Ich freue mich, dass wir unser Know-how nun auch im 15. Bezirk zur Verfügung stellen können“, betonte Ewald Kirschner, Generaldirektor der GESIBA. Zudem entstehen am Gelände ein Kindergarten und Geschäftsflächen. Auf Höhe der Goldschlagstraße wird es eine attraktiv ausgestaltete Querungsmöglichkeit für FußgängerInnen sowie RadfahrerInnen geben.

Im südlichen Teil des ehemaligen Spitalareals zur Felberstraße hin werden von der GESIBA ca. 200 Wohnungen – ein Drittel davon im SMART-Standard mit günstigen Mietkonditionen – errichtet. Der Baubeginn dafür wird voraussichtlich Anfang 2015 erfolgen.

Wehsely/ Ludwig: Neuer Puzzlestein des Wiener Geriatriekonzeptes ist fertig gestellt

Gesundheits- und Sozialstadträtin Wehsely und Wohnbaustadtrat Ludwig eröffnen das neue Pflegewohnhaus Innerfavoriten für 265 betagte Menschen in der ehemaligen Hellerfabrik

Wo einstmals Zuckerl und Schokoladeköstlichkeiten hergestellt wurden, bietet jetzt das neue Pflegewohnhaus Innerfavoriten 265 hochbetagten und chronisch kranken Menschen ein neues Zuhause. Sie finden dort speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Wohnmöglichkeiten mit umfassenden Pflege- und Betreuungsangeboten. Dazu gehören etwa eine medizinische Versorgung rund um die Uhr, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Gedächtnistraining und vieles mehr. „Das neue Pflegewohnhaus Innerfavoriten ist ein gutes Beispiel dafür wie hohe Betreuungsqualität mit einer wohnlichen Atmosphäre einhergehen kann“, betont Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely anlässlich der Eröffnung. „Das Pflegewohnhaus ist eines von elf modernen Häusern, die im Rahmen des Wiener Geriatriekonzeptes neu gebaut wurden. Ein weiterer wichtiger Puzzlestein im Pflege- und Betreuungsnetzwerks in Wien, das leistbare Pflege für die Zukunft sichert“, so Wehsely weiter.

„Rund ein Viertel der Wiener Bevölkerung ist über 60 Jahre alt. Die damit verbundene Verantwortung gegenüber den Seniorinnen und Senioren nehmen wir sehr ernst. Mit dem Instrument der Wiener Wohnbauförderung werden wir der Vielfalt der unterschiedlichsten Wohnbedürfnisse der älteren Generation gerecht. Neben bester medizinischer Betreuung bietet das Pflegewohnhaus Favoriten höchsten Wohnkomfort. Seine Errichtung wurde mit Fördermitteln im Ausmaß von 6,8 Millionen Euro unterstützt“, hält Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest.

Zwtl.: Großzügige Freibereiche unterstützen den Wohlfühlfaktor

Das moderne Pflegewohnhaus verbindet harmonisch Altes und Neues. Teilweise ist es in die denkmalgeschützte Zuckerlfabrik integriert, andere Teile wurden komplett neu errichtet. Das Haus verfügt ausschließlich über Ein- und Zweibettzimmer. Im Neubau haben die Zimmer Balkone während es im denkmalgeschützten Teil eigene Wintergärten gibt.

Das Haus besteht aus acht Bereichen für Langzeitbetreuung sowie zwei Bereichen für an Demenz erkrankte Menschen. Zudem stehen neun Urlaubsbetten zur Verfügung. So können sich pflegende Angehörige einmal eine Auszeit nehmen. Bänke laden zum Sitzen, Hochbeete zum „Garteln“ im grünen Innenhof ein. Darüber hinaus gibt es für die BewohnerInnen einen Demenzgarten. Auch zwei Hunde, zwei Hasen, ein Meerschweinchen und sechs Wellensittiche leben in der revitalisierten Hellerfabrik. Zusätzlich halten die „Granny Kids“ die SeniorInnen auf Trab. Kinder aus dem angrenzenden Kindergarten und Hort kommen regelmäßig zu Besuch ins Pflegewohnhaus. Dann wird gebastelt, gespielt oder gesungen. Auch gemeinsame Urlaube stehen auf dem Programm.

„Die Fertigstellung dieses Projekts macht uns als Bauträger und Projektentwickler besonders stolz. Die bauliche Zusammenführung historischer Industriearchitektur mit lebendigen, modernen Wohnungen wurde vom selben Gedanken getragen, der auch für die zukünftigen Bewohner dieser Anlage gilt: Alt und Jung sollen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben und sich gegenseitig ergänzen“, sagt Andreas Holler, Geschäftsführer der BUWOG.

Gut aufgehoben in jeder Lebensphase

Mit dem Geriatriekonzept reagiert die Stadt Wien auf die Herausforderung einer älter werdenden Gesellschaft: Insgesamt werden zwischen 2007 und 2015 36 Pflegewohnhäuser und Pensionistenwohnhäuser neu errichtet, saniert oder modernisiert.

Wohnortnahe Betreuung, hoher Wohnkomfort und professionelle Pflege und Betreuung sorgen dafür, dass Menschen in dieser Stadt gut betreut werden. Die Stadt Wien bietet bzw. fördert rund 18.000 Pflege- und Wohnplätze in insgesamt 91 Häusern und Einrichtungen für betagte und pflegebedürftige Wienerinnen und Wiener. Elf Wohn- und Pflegehäuser des KAV, 31 Häuser zum Leben und 49 private Wohn- und Pflegehäuser von 29 verschiedenen Betreibern bieten beste Qualität.