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10 Jahre Fonds Soziales Wien: Soziale Sicherheit für Wienerinnen und Wiener

Seit 2004 ist der Fonds Soziales Wien (FSW) Träger der Sozialhilfe in Wien und organisiert, fördert und vermittelt soziale Dienstleistungen für jährlich knapp 100.000 Wienerinnen und Wiener. „Alle reden von der Verwaltungsreform – im Wiener Gesundheits- und Sozialbereich haben wir bereits vor 10 Jahren eine Verwaltungsreform umgesetzt. Und der Erfolg gibt uns Recht“, sagt Bürgermeister Dr. Michael Häupl anlässlich dieses Jubiläums.

Strukturreform des Wiener Gesundheits- und Sozialwesens

Der Wiener Gemeinderat beschloss 2003 eine tiefgreifende Strukturreform des Wiener Gesundheits- und Sozialwesens. Bei der Reform ging es um die Erfüllung von drei Punkten: Die Gewährleistung der sozialen Sicherheit auch unter schwierigen Rahmenbedingungen, die Sicherung der Leistungen für sozial Benachteiligte und nicht zuletzt um Sicherheit für Tausende Beschäftigte in diesem Bereich. „Mit der Reform sollte die Arbeit im Sozialbereich in Zukunft schneller, effizienter und vor allem noch stärker kundInnenorientiert ablaufen. Herausforderungen kann man nicht bewältigen, wenn alles so bleibt wie es ist“, so Mag.a Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales. 2004 wurden daher die Aufgaben der MA 47 („Pflege und Betreuung“) und Teile der MA12 („wien sozial“) in der MA 15A zusammengeführt.  Daraus entstand im Juni 2004 der Fonds Soziales Wien mit seinen heutigen Aufgaben.

Die Reform brachte auch eine klare Neuordnung der Kompetenzen mit sich: Planung und Strategie blieben bei der Stadt Wien, der FSW übernahm die Förderung und Qualitätssicherung. Die sozialen Dienstleistungen werden von gemeinnützigen Organisationen erbracht. „Wir wollten eben nicht die Planung und Steuerung des Wiener Sozialsystems dem freien Markt überlassen“, sagt Wehsely.  „Die Stadt Wien hat den österreichischen Sozialstaat entscheidend mitgeprägt und mit aufgebaut, wir wollen und werden diese Aufgabe und die daraus resultierende Verantwortung für die Wienerinnen und Wiener niemals abgeben“.

Der FSW als neues Modell

Mehr Transparenz, einheitliche Regelungen für alle und effiziente Strukturen: Das waren die Zielvorgaben, mit denen der FSW an den Start ging. „Es war klar, dass wir aus den traditionellen Organisationsformen ausbrechen müssen, um völlig neue Wege zu gehen“, so Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien. Mit der Subjektförderung schuf der FSW ein innovatives System der direkten und individuellen Förderung: Die einzelne Person wird für den Bezug einer Leistung gefördert, abgestimmt auf den persönlichen Bedarf und die Lebensumstände.

Im Laufe der Jahre ist es außerdem gelungen, mittels einer einheitlichen Tarifkalkulation für die leistungserbringenden Organisationen einheitliche Spielregeln zu schaffen, die dennoch den nötigen Freiraum für Individualität der Leistungen lassen. So wird die Vielfalt der traditionsreichen und gleichzeitig sehr beweglichen und innovativen Soziallandschaft Wiens gewahrt.

„Der Fonds Soziales Wien wird sich auch künftig weiterentwickeln, nicht zuletzt deshalb, weil die Rahmenbedingungen unserer Arbeit laufend Veränderungen unterworfen sind“, so FSW-Geschäftsführer Peter Hacker. „Wenn wir etwas Gutes erhalten wollen, müssen wir es verändern, damit es auch in Zukunft gut bleibt.“

Gemeinsam für Wien

Der Fonds Soziales Wien sorgt dafür, dass Wienerinnen und Wiener die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Er finanziert und organisiert jährlich Leistungen für zuletzt 58.180 Menschen mit Pflege und Betreuungsbedarf, 12.090 KundInnen mit Behinderung, 9.770 KundInnen ohne Wohnung oder Obdach, 9.180 Flüchtlinge in der Grundversorgung, 9.200 Menschen mit Schuldenproblemen und 4.160 Personen mit Bedarf an Mobilitätsunterstützung. Rund 100.000 Wienerinnen und Wiener werden pro Jahr vom FSW und seinen über hundert Partnerorganisationen rasch und individuell unterstützt.

Die Tochtergesellschaften des FSW bieten Schuldnerberatung, Hauskrankenpflege, Betreuung in Tageszentren für Seniorinnen und Senioren, soziale Arbeit in den Regionen Wiens und in Krankenanstalten sowie Wohnmöglichkeiten für wohnungslose Menschen an.

Wehsely: KAV und KWP sind Vorreiter beim klimafreundlichen Einkauf

Mehr als 2,4 Millionen Bio-Semmeln und 3,5 Millionen Bio-Eier landeten im Vorjahr auf den Tellern

Eine Bio-Quote von 32 und 33 Prozent bei Lebensmitteln, möglichst schonende Reinigungsmittel und vieles mehr: Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) setzen schon seit Jahren auf klimafreundliches Einkaufen. Davon profitieren neben der Umwelt auch die PatientInnen und BewohnerInnen der Wohn- und Pflegehäuser.

Vom Bio-Frühstücksei bis zum Öko-Putzmittel

Seit 2002 kauft der KAV ausschließlich heimisches Bio-Gebäck, seit 2009 Eiprodukte aus Freilandhaltung. 2,41 Millionen Stück Bio-Semmeln, 51,8 Tonnen Freiland-Eiprodukte sowie 189.000 Stück Bio-Frischeier sind so im Vorjahr auf den Tellern von PatientInnen und MitarbeiterInnen gelandet. Auch in den 30 Häusern zum Leben des KWP wird auf saisonale, regionale und biologische Produkte gesetzt: 74 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel kommen aus Österreich. Der Einkauf im Land ist nicht nur besonders umwelt- und klimafreundlich wegen der kurzen Wege, er sichert auch heimische Arbeitsplätzte. Die Bio-Quote wurde von 16 (2010) auf 33 Prozent (2013) erhöht. „So garantieren wir eine einheitlich hohe, gesunde und klimafreundliche Qualität für unsere Wienerinnen und Wiener“, sagt Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely.

Vorgaben erfüllt

Durchschnittlich liegt die  Bio-Quote bei Lebensmitteln im KAV bei 32, im KWP bei 33 Prozent. „Damit liegen wir sogar über dem Ziel des Klimaschutzprogramms I von mindestens 30 Prozent“, so Thomas Balázs, Direktor für Infrastruktur und Organisationsentwicklung beim KAV. Im Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel und in der Semmelweis Frauenklinik gibt es zudem eigene Bio-Gerichte vom Bärlauch-Frischkäse-Strudel bis hin zum Mohnschmarren mit Birnenröster. Die „natürlich gut Teller“ werden in den Häusern zum Leben des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser gekocht. Sie enthalten vorwiegend biologische Produkte sowie saisonale Zutaten aus der Region. Neu: Ab Herbst werden Fairtrade-Produkte angeboten und alle 30 KWP-Frischküchen mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert.

Mehr als eine Frage des Geschmacks

“Wir sind überzeugt, dass nur jene Unternehmen auf Dauer erfolgreich sein können, die wirtschaftliches Handeln mit ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung in Einklang bringen“, sagt KWP-Geschäftsführerin Gabriele Graumann. „Daher bin ich sehr stolz auf unsere nachhaltige Beschaffung, die wir in den vergangenen Jahren zum Wohle der nachkommenden Generationen und zum Schutz der Natur implementiert haben.“ Nicht nur bei Lebensmitteln, auch bei anderen Produkten wie Reinigungsmitteln und Fuhrpark berücksichtigen KAV und KWP ökologische Kriterien. So werden seit 1999 die Vorgaben aus dem Kriterienkatalog von ÖkoKauf Wien eingehalten. Der Katalog enthält unter anderem Mindestanforderungen und Grenzwerte für Inhaltsstoffe.

Über die Initiative „Klimafreundlich Einkaufen“

Für den Klimaschutz hat das Einkaufsverhalten eine große Bedeutung. Denn sämtliche Produkte und Dienstleistungen, die wir konsumieren, gehen mit Emissionen von Treibhausgasen einher und tragen somit zum Klimawandel bei. Die Initiative „Klimafreundlich Einkaufen“ unter der Patronanz von Bürgermeister Dr. Michael Häupl bietet unzählige Informationen für Privatpersonen und Betriebe, die sich für das Thema interessieren. Der Bogen spannt sich dabei von zahlreichen Tipps über saisonal abgestimmte Kochrezepte bis hin zu Veranstaltungen.

Wehsely/ Oxonitsch: In Wien wird Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche groß geschrieben

Die Fachtagung: „Gesunder Kindergarten in Wien“ bot die Möglichkeit, speziell die Gesundheitsförderung im Kindergarten aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten

Am 5. Juni 2014 fand im Wiener Rathaus die Fachtagung „Gesunder Kindergarten in Wien“ statt. Fachlichen Input lieferte die deutsche Expertin Dr.in Antje Richter-Kornweitz. Praktische Beispiele aus den gesunden Kindergärten in Wien boten die Grundlage für weiterführende Diskussionen.

Die Wiener Gesundheitsförderung leistet mit ihrem Arbeitsschwerpunkt im Kindergarten einen wichtigen Beitrag. Warum dabei ein umfassender Ansatz besonders wichtig ist, erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely: „Das Verhalten der gesamten Gruppe ist entscheidend und motiviert das eine oder andere Kind, Dinge auszuprobieren, Lebensmittel zu kosten und neue Erfahrungen zu machen. So wird gemeinsam ein gesundheitsfördernder Lebensstil ‚erlernt‘ und von den erwachsenen Vorbildern abgeschaut“.

„Der Grundstein für ein gesundes Leben im Erwachsenenalter wird bereits in der Kindheit gelegt. Daher setzen wir im Kindergarten an und beziehen alle Beteiligten ein: Von den PädagogInnen und AssistentInnen über die Kinder bis hin zu den Eltern und anderen Erziehungsberechtigten“, betonte Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Rahmen der Fachtagung „Gesunder Kindergarten in Wien“.

Der gesunde Kindergarten der Zukunft

Dr.in Antje Richter-Kornweitz, Fachreferentin für Soziale Lage und Gesundheit bei der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., erläuterte in ihrem Vortrag die Anforderungen an Gesundheitsförderung im Kindergarten. Die Arbeitspsychologin Mag.a Birgit Kriener griff in ihrem Vortrag das wichtige Thema „Gesundes Führen im Kindergarten“ auf. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Vormittags lag bei der Präsentation des noch bis Oktober 2014 laufenden Projekts „Gesunder Kindergarten“ – inklusive der Ergebnisse aus der begleitenden wissenschaftlichen Evaluation. Ein gemeinsamer Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit zwischen Wiener Gesundheitsförderung und MA 10 – Wiener Kindergärten rundete die Veranstaltung ab.  Das bot genügend Stoff für angeregte Diskussionen über die gesunden Kindergärten der Zukunft am Marktplatz. Dort präsentierten sich auch die „Gesunden Kindergärten“ des Projekts.

Einblicke in die Praxis

Die teilnehmenden Kindergärten zeigten im Wiener Rathaus ihre individuelle Herangehensweise und wie sie Gesundheitsförderung in ihrer Einrichtung umsetzen. Die zahlreichen Maßnahmen, binden Kinder, ErzieherInnen, Eltern und Führungskräfte gleichermaßen ein. Fortbildungen für das pädagogische Betreuungspersonal werden genutzt und die Entwicklung der Kinder durch Bewegungsangebote gefördert. Gesundheitsförderung ist stets ein Zusammenspiel aus Ernährung, Bewegung und seelischer Gesundheit. Aber auch ein gesundheitsfördernder Führungsstil, ergonomische Sitzmöbel und eine intakte Gemeinschaft sind wichtig. So treffen sich in einem der Projektkindergärten regelmäßig Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen zum gemeinsamen Kochen und Backen. Gemeinsam erleben sie: Ein gesundheitsfördernder Lebensstil macht Spaß und tut gut!

Das Projekt Gesunder Kindergarten

Das Projekt wird von der Wiener Gesundheitsförderung in Zusammenarbeit mit der MA 10 – Wiener Kindergärten umgesetzt. Aktuell sind sieben Kindergärten der Stadt Wien in den Bezirken Favoriten und Brigittenau beteiligt. Das Projekt wird aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.

5000 BesucherInnen im Krankenhaus Nord-Infocenter

Infocenter als Drehscheibe für Information, Beratung und Service

Im Jänner 2012 wurde das Krankenhaus NordInfocenter in der Brünner Straße 73, gegenüber dem Baugelände, eröffnet. „Wir wollten eine Drehscheibe für Information, Beratung und Service schaffen und das ist bestens gelungen“, freut sich Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely über den enormen BesucherInnenandrang. 5000 Menschen waren in den vergangenen zweieinhalb Jahren da, um sich über das künftige Krankenhaus Nord zu informieren, einen Blick auf die Baustelle und in die Musterzimmer zu werfen.

Auch im Bezirk ist man froh über diese Einrichtung. „Das Krankenhaus Nord setzt einen wichtigen Impuls für Floridsdorf und führt zu einer deutlichen Aufwertung. Natürlich gibt es zu diesem Projekt aus dem Bezirk zahlreiche Anfragen“, so Bezirksvorsteher Georg Papai. Diese würden im Infocenter alle bestens beantwortet.

Den künftigen MitarbeiterInnen steht immer die Türe offen

Aber nicht allein die AnrainerInnen aus dem Bezirk waren in der Vergangenheit regelmäßig zu Gast im Infocenter und bei diversen Baustellenfeierlichkeiten. „Großes Augenmerk legen wir auch darauf, dass für die künftigen Spitals-MitarbeiterInnen immer die Türen offen stehen“, erzählt die Leiterin des Infocenters, Gabriele Jordan. Für diese seien unterschiedliche Informationsveranstaltungen entwickelt worden, die die gesamte Breite von allgemeinen Infos bis hin zu sehr detaillierten Fragestellungen abdecken.

Generell ist das Angebot im Infocenter sehr zielgruppenspezifisch und reicht von Kinderveranstaltungen im Rahmen des Ferienspiels oder für Volksschulen, Informationsveranstaltungen für Jugendliche bis hin zu Fachvorträgen für in- und ausländische Delegationen. „Das Krankenhaus Nord steht als das Flaggschiff des Wiener Spitals­konzeptes 2030 für Innovationen aus Architektur, Betriebs­organisation und Technologie und das auch über die Ländergrenzen hinweg“, so Wehsely. So waren bereits Delegationen, zum Beispiel aus Deutschland, Südkorea, Singapur, Lettland, der Schweiz oder China in Wien, um sich über das Krankenhaus Nord-Projekt zu informieren. Die 5000er-Marke war am Dienstag erreicht, als die 2a aus der Volksschule Neubau zu Besuch kam. Die Schülerinnen und Schüler erfahren bei dieser Veranstaltung spielerisch viel Spannendes über das moderne Spital: Sie können in den Musterzimmern Probe liegen, gemeinsam mit dem Verein PULS den Defibrillator ausprobieren oder Handgriffe aus der Wundversorgung erlernen.

Infos zum Krankenhaus Nord

Das Krankenhaus Nord, das derzeit in der Brünner Straße auf einer Fläche von 111.000 Quadratmetern entsteht, wird 785 Betten haben und bei seiner Fertigstellung eines der modernsten Spitäler Europas sein. Der Rohbau ist fertig, Mitte Juni wird Dachgleiche gefeiert. Die Schwerpunkte des heurigen Jahres sind der Innenausbau und die Fassadenmontagen.

Gesundheitsdienst der Stadt Wien: Mit dem Frühling kommen auch die Zecken

Schutzimpfung hat wieder Saison

Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit haben auch die Zecken wieder Hochsaison in Österreich. „Spätestens jetzt sollte der Impfschutz kontrolliert werden oder die wichtige Grundimmunisierung erfolgen“, rät Dr.in Ursula Karnthaler von der MA 15, dem  Gesundheitsdienst der Stadt Wien. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Zecken von den Bäumen fallen, kommen sie im Gebüsch, auf Sträuchern und im hohen Gras vor. Schon bei einem kurzen Spaziergang im Park, beim Walken oder Laufen und bei vielen weiteren Aktivitäten im Freien besteht die Möglichkeit eines Zeckenbisses. Wer sich also im Freien aufhält und auch gerne durch Wiesen und Fluren wandert, sollte daher unbedingt einen Impfschutz gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) haben.

FSME-Impfaktion des Gesundheitsdienstes

Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien – Magistratsabteilung 15 bietet Impfmöglichkeit gegen FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) in allen Bezirksgesundheitsämtern und im Impfservice und reisemedizinische Beratung (3., Thomas-Klestil-Platz 8) an. So können sich Erwachsene zum Preis von Euro 20,80 und Kinder bis 15 Jahre um Euro 19,40 gegen FSME impfen lassen. Für die Impfung gewähren die Krankenkassen einen Kostenzuschuss, der direkt beim Kauf des Impfstoffes abgezogen wird. Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr werden ausschließlich im Impfservice am Thomas-Klestil-Platz 8 geimpft.

Die genauen Öffnungszeiten des Impfservice und der Bezirksgesundheitsämter sind auf der Homepage des Gesundheitsdienst der Stadt Wien ersichtlich. Weitere Informationen zum vielfältigen Angebot des Gesundheitsdienstes erhält man auch am Servicetelefon 01 4000-8015. Über die Impfung im niedergelassenen Bereich sind Informationen auf der Homepage der Ärztekammer für Wien  und der Österreichischen Apothekerkammer zu finden.

Hauptverbreitungsgebiete von Zecken in Österreich und Europa

Zecken sind vom Frühjahr bis zum Spätherbst aktiv. Hauptverbreitungsgebiete in Österreich sind Wien und das Wiener Umland, Niederösterreich, Oberösterreich, die Steiermark und Kärnten. Aber auch in allen anderen Bundesländern gibt es FSME-Gebiete. Die FSME ist zudem in weiten Teilen Bayerns, aber auch in einigen anderen deutschen Bundesländern sowie in Tschechien, der Slowakei, in Slowenien, in den baltischen Staaten, in Russland und Polen verbreitet.

Zum Schutz vor der Erkrankung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden kann. „Die FSME – Impfung ist die beste Vorbeugung vor der Erkrankung. Daher nicht auf die Auffrischung vergessen“, so Dr.in Karnthaler. Die Grundimmunisierung gegen FSME wird in drei Teilimpfungen durchgeführt: Zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen bis zu drei Monaten und eine 3. Teilimpfung nach 5 bis 12 Monaten. Die erste Auffrischung sollte nach drei Jahren, anschließend alle fünf Jahre und ab dem 60. Lebensjahr wieder alle drei Jahre erfolgen. Auch wenn nicht alle Zecken das Virus übertragen, ist eine vorbeugende Impfung jedenfalls zu empfehlen Die Impfung schützt jedoch nur vor einer Infektion mit FSME-Viren, nicht aber vor anderen durch Zecken übertragbare Erkrankungen wie etwa Lyme-Borreliose. Beim Aufenthalt im Freien ist deshalb ein zusätzlicher Schutz zweckmäßig, etwa ausreichende hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Lotionen.

Stöger, Wehsely und Oxonitsch bringen Kindergartenkinder auf den gesunden Geschmack

Geschichten rund um kindgerechtes Essen mit dem kleinen Drachen WiNKi – ab sofort kostenlos erhältlich

Der kleine Drache WiNKi ist die zentrale Figur im Projekt Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung der Wiener Gesundheitsförderung. War er bisher – in Form einer Handpuppe und gemeinsam mit eigens ausgebildeten ErnährungsexpertInnen – vor allem in den Wiener Kindergärten unterwegs, so bringt er jetzt das Thema kindgerechte Ernährung auch zu den Wiener Familien nach Hause.

„Die Abenteuer des kleinen Drachen WiNKi“, das sind zwei spannende Geschichten zum Vorlesen. Kindgerecht aufbereitet zeigen sie tägliche auftauchende Fragen auf, mit denen sich Kinder und Eltern konfrontiert sehen. Wie viel Naschen ist erlaubt? Welche Speisen machen müde und welche geben frische Energie? Wie können langweilige Bananen für vermeintliche „Obstmuffel“ in lustige „Bananenboote“ verwandelt werden?

Anlässlich der Präsentation der Geschichten in einem Kindergarten der MA 10 in der Leopoldstadt konnten sich Gesundheitsminister Alois Stöger, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch selbst davon überzeugen, wie viel Spaß die Kinder beim Vorlesen hatten. Für Gesundheitsminister Stöger sind die WiNKi-Geschichten „ein schönes Beispiel dafür, wie wir Kinder und Eltern gleichzeitig erreichen können.“ Das gemeinsame Lesen soll einen Anstoß geben, sich mit den eigenen Ernährungsgewohnheiten auseinander zu setzen. „Die Freude und Begeisterungsfähigkeit der Kinder müssen wir nutzen, um schon in diesen jungen Jahren das spätere positive Gesundheitsverhalten zu fördern“, zeigt sich Gesundheitsstadträtin Wehsely überzeugt. Bewusstseinsbildung habe schon seit geraumer Zeit einen hohen Stellenwert in den Kindergärten der Stadt, betonte Bildungsstadtrat Oxonitsch: „Es gibt eigene Gemüsebeete oder Marktausflüge. Das WiNKi-Projekt bildet dazu eine wunderbare Ergänzung.“

Für Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, zeichnet sich das Projekt Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung vor allem dadurch aus, „dass damit erstmals alle Gruppen erreicht werden, die für die gesunde Ernährung der Kinder entscheidend sind.“ Gemeinsam mit den VerpflegungsanbieterInnen wird an einer optimalen Speisenfrequenz und einwandfreiem Qualitätsmanagement gearbeitet. Die MitarbeiterInnen in den Kindergärten bekommen durch die Workshops vor Ort und über die Wiener Ernährungsakademie das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg.

Mit der neuen Broschüre haben jetzt auch die Eltern ein einfaches Hilfsmittel an der Hand, um sich gemeinsam mit ihren Kindern in entspannter Atmosphäre mit dem Thema „Gesund essen“ zu beschäftigen. Die Broschüre, die in einer Auflage von 50.000 Stück gedruckt wurde, kann ab sofort kostenlos angefordert werden: Broschüren-Bestellservice der Wiener Gesundheitsförderung, Telefon: 01 4000 76924, Email: broschueren@wig.or.at. Zusätzlich wird sie auch in allen der rund 300 am Projekt beteiligten Kindergärten verteilt.

Wiener Netzwerk Kindergartenverpflegung – WiNKi

Die gesündere Wahl beim Essen zur leichteren Entscheidung machen! Das ist das aktuelle Ziel der österreichischen Vorsorgestrategie der Bundesgesundheitsagentur. In Wien setzt die Wiener Gesundheitsförderung im Rahmen dieser Initiative seit 2012 konkrete Maßnahmen zur nachhaltig gesunden Ernährung an Wiener Kindergärten. Mit der Umsetzung ist die Arbeitsgemeinschaft für moderne Ernährung (AGmE) beauftragt. Die Wiener Ernährungsakademie ist ein gemeinsames Projekt der Wiener Gesundheitsförderung mit der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung.

Angebot für Zahnbehandlungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen erweitert

Zahnschmerzen zählen zu den unangenehmsten Beschwerden. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung aber auch bei Kindern mit einer massiven Behandlungsangst ergeben sich zusätzliche organisatorische Herausforderungen bei der Behandlung. Meist muss die Untersuchung bzw. die Behandlung unter Sedierung oder Narkose erfolgen. Mit dem neuen Kompetenzzentrum des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Jugendzahnheilkunde wird nun eine optimale Zahnversorgung mit höchsten Qualitätsstandards durch bestens ausgebildete und erfahrene MitarbeiterInnen geleistet. Das neue Kompetenzzentrum besteht aus einem Ambulanzbereich, der gegenüber dem Donauspital, im Danubemed ÄrztInnenzentrum angesiedelt ist. Zahnbehandlungen in Narkose werden im Donauspital durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit der Jugendzahnklinik der Magistratsabteilung 15 (MA 15) finden im Institut für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Zahnheilkunde des Donauspitals schon seit Mai 2013 zahnmedizinische Behandlungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen unter Narkose statt. Mit der Inbetriebnahme des neuen KAV-Kompetenzzentrums wird die Jugendzahnklinik der Magistratsabteilung 15 in das Kompetenzzentrum integriert. Mit diesem Angebot werden in Wien zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Jährlich können so rund 1.700 Zahnbehandlungen unter Sedierung angeboten und ca. 400 PatientInnen, die eine Vollnarkose benötigen, behandelt werden. Die Aufnahme des Vollbetriebes ist für Sommer 2014 vorgesehen.

Erster PatientInnensicherheitstag im Krankenhaus Hietzing

Der erste Wiener PatientInnensicherheitstag fand im Krankenhaus Hietzing am 13. November statt. PatientInnen stehen nicht nur im Zentrum der Spitalsversorgung, sie sind auch wichtige PartnerInnen für die behandelnden ÄrztInnen. Die Veranstaltung zeigte, wie PatientInnen für ihre Sicherheit aktiv und gemeinsam mit dem Krankenhauspersonal zusammenarbeiten können. Die Abläufe in einem Krankenhaus sind oft komplex und auf den ersten Blick für PatientInnen unverständlich. Man unterschätze oft, wie wichtig der Beitrag der PatientInnen sei, um letzte Sicherheitslücken zu schließen. Fragen stellen, wenn etwas unklar ist, lautet die oberste Maxime für PatientInnen im Krankenhaus: Warum werde ich fünf Mal nach meinem Namen gefragt? Warum muss ich ein Band ums Handgelenk tragen? Natürlich kennen die MitarbeiterInnen nach einiger Zeit die Namen der PatientInnen, aber aus Sicherheitsgründen müssen sie trotzdem immer nachfragen. 

Besucherinnen und Besucher konnten aber auch mit Hilfe eines UV-Betrachtungsgerätes – einer sogenannten Didaktobox – überprüfen, wie die Bakterienbesiedlung nach dem Händewaschen bzw. nach einer Desinfektion aussieht und so die Bedeutung von Handhygiene besser nachvollziehen. Überdies präsentierten ExpertInnen verschiedene medizinische Geräte, wie beispielsweise zur Sauerstoffsättigung im Blut. Aber auch Gehbehelfe, wie etwa ein Rollator, Krücken bzw. Rollstühle konnten vor Ort getestet werden.

 

Spiel- und Sportanlage als Therapie

Sport und Spiel haben viel mit Therapie und Diagnostik gemeinsam. Mit der neuen Anlage der Kinder-, Jugend- und Behindertenpsychiatrie des Krankenhauses Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel wurde eine weitere Möglichkeit geschaffen, das therapeutische Leistungsangebot für die kleinen und großen PatientInnen auszuweiten.

Auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Paar, aber ein höchst effektives: „Therapie muss nah am Leben sein. Sie darf und soll auch Spaß machen, dann wird sie gut angenommen und wirkt auch besonders gut. Neben der spielerischen Gruppenerfahrung und dem sportlichen ‚Austoben‘ werden motorische und koordinative Kompetenz, Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz aber auch Erfolgserlebnisse vermittelt“, sagt Ralf Gößler, Abteilungsvorstand der Kinder-, Jugend- und Behindertenpsychiatrie für Erwachsene.

Die Anlage bietet mit ihren 220 Quadratmetern viel Platz für Bewegung: Fußball, Handball, Volleyball und Basketball gehören ebenso dazu wie zwei Kletterwände. Primär steht sie den PatientInnen der Kinder-, Jugend- und Behindertenpsychiatrie für Erwachsene offen, wird aber auch von PatientInnen der Neurologischen Abteilungen genutzt. ÄrztInnen, Pflegepersonal, PädagogInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen begleiten die PatientInnen und leiten sie an. Die stimmungsaufhellende und strukturierende Wirkung von Sport ist seit langem wissenschaftlich belegt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 178 000 Euro.

HPV-Impfung ab Februar 2014 im Impfprogramm

Der Gesundheitsminister Alois Stöger hat heute Vormittag einen wichtigen und richtigen Schritt für die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen getan. Ab Februar 2014 wird die HPV-Impfung in das kostenfreie nationale Kinderimpfprogramm aufgenommen – eine gemeinsame bundesweite Lösung, die ich über viele Jahre angestrebt habe.

Prävention ist in diesem Bereich das Allerwichtigste. Der Gebärmutterhalskrebs ist mit etwa 550 Ersterkrankungen pro Jahr nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung der Frau, doch durch konsequente Früherkennung ist die Rate an Todesfällen innerhalb der vergangenen 10 Jahre um mehr als 50 % zurückgegangen. Die HPV-Impfung bei Mädchen, aber auch bei Buben bietet nun die reale Chance, die Zahl der Erkrankungen weiter zu senken. Die wichtige Vorsorgeuntersuchung kann die Impfung allerdings dennoch nicht ersetzen.