Diese Beiträge werden auf der Seite „News“ und der Startseite dargestellt

Wehsely scheidet mit 26. Jänner aus der Politik aus

Zehn Jahre Stadträtin für Gesundheit und Soziales – zehn Jahre Einsatz für ein soziales Wien

Vor ziemlich genau zehn Jahren, am 25.1.2007, wurde Sonja Wehsely als Stadträtin für Gesundheit und Soziales angelobt. Schon zuvor war sie seit Juli 2004 Amtsführende Stadträtin für Integration, Personal, KonsumentInnenschutz und Frauenfragen. Bereits mit 26 Jahren wurde sie Gemeinderätin und Abgeordnete zum Wiener Landtag. „Ich lege mit 26. Jänner, bei der nächsten Gemeinderatssitzung, meine Funktion als Stadträtin zurück und werde aus der Stadtpolitik ausscheiden. Ich habe Bürgermeister Michael Häupl vor dieser Pressekonferenz darüber in Kenntnis gesetzt und werde im April eine führende Position in der Privatwirtschaft annehmen“, sagte Stadträtin Sonja Wehsely Freitag in einer Pressekonferenz.

„Im Mittelpunkt meiner Arbeit als Gesundheits- und Sozialstadträtin stand zehn Jahre lang der Einsatz für eine Stadt, die für alle da ist, unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Geschlecht. Mehr Chancengleichheit auf allen Ebenen und ein solidarisches Gesundheits- und Sozialsystem, auf das sich die Menschen verlassen können, waren immer Kernelemente meiner politischen Motivation“, zieht Sonja Wehsely Bilanz. Das konsequente Eintreten für ihre Überzeugungen bedeutete aber auch, den Mut zur Gestaltung zu haben. Für Wehsely war immer klar: „Nur wer den Mut zur Veränderung hat, kann etwas bewegen, denn Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Dabei ist Veränderung kein Selbstzweck. In einer sich verändernden Gesellschaft  muss auch ein System den neuen Herausforderungen angepasst werden, damit soziale Errungenschaften erhalten bleiben. Dieser Gestaltungswille und ein unermüdlicher Einsatz für ein soziales Wien, auf das die WienerInnen stolz sein können, spiegelt sich in den unzähligen Projekten und Maßnahmen wider, die im Lauf der letzten Jahre auf den Weg gebracht wurden.

„Sich für Solidarität, Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen, gehört zu den Grundwerten der Sozialdemokratie. Ich verstehe mich als Teil einer Bewegung, die sich stets für die Schwachen stark gemacht hat“, betont Wehsely. In der Tradition des Stadtrats für Wohlfahrts- und Gesundheitswesen, Julius Tandler, sieht Wehsely die wichtigste Aufgabe sozialdemokratischer Politik darin, ganz konkrete Verbesserungen für jene Menschen zu erreichen, die auf ein hervorragendes öffentliches System angewiesen sind. „Ich begreife Gesundheitspolitik als Teil der Sozialpolitik. Hier konkrete Maßnahmen zu setzen, die direkt dort ankommen, wo sie gebraucht und gespürt werden, ist das, was ich mir die letzten zehn Jahre zur Aufgabe gemacht habe. Und ich bin überzeugt davon, dass wir sehr viel erreicht haben“, führt Wehsely aus. Es konnten große Projekte wie das Geriatriekonzept, die Mitgestaltung der Gesundheitsreform oder die Einführung einer Wiener Mindestsicherung erfolgreich abgeschlossen und zahlreiche weitere auf den Weg gebracht werden.

Die Stadträtin nützte die Pressekonferenz, um einen Überblick über zehn erfolgreich abgeschlossene Projekte zu geben und zehn gestellte Weichen für die Zukunft vorzustellen.

Zehn erfolgreich abgeschlossene Projekte

  1. Umsetzung des Geriatriekonzeptes 2007-2015:

Im Rahmen des Geriatriekonzeptes wurden rund 919 Mio. Euro in die Hand genommen und 36 Pflegewohnhäuser und PensionistInnenwohnhäuser neu errichtet, saniert oder generalsaniert und die alten Häuser geschlossen. Damit einher gingen außerdem eine umfassende Erweiterung der ambulanten Leistungen im Pflegebereich sowie eine Modernisierung des Kuratoriums Wiener Pensionistenwohnhäuser.

  1. Gesundheitsreform 2013:

Wien war bei der Gesundheitsreform 2013 die treibende und gestaltende Kraft. Mit dem partnerschaftlichen Zielsteuerungssystem wird die bestmögliche medizinische Behandlung in den Mittelpunkt gestellt und das öffentliche, solidarische Gesundheitswesen weiter gestärkt.

  3. Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS):

Das Wiener Mindestsicherungsgesetz aus dem Jahr 2010 schützt WienerInnen in Notlagen vor Armut und bietet mit verschiedenen Programmen zur Arbeitsmarktintegration neue Chancen für ein selbstbestimmtes Leben.

 4. Psychiatrische Versorgung in Wien:

Durch eine komplette Erneuerung der Infrastruktur der Psychosozialen Dienste Wien von 2007- 2015 und eine Dezentralisierung der psychiatrischen Betreuung in Wien stellt die Stadt eine würdevolle und professionelle Betreuung psychiatrisch Erkrankter sicher.

 

  1. Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes:

Auf besonderes Bestreben der Gesundheitsstadträtin wurde das Ausbildungssystem durchlässiger, mit der Pflegefachassistenz eine neue Berufsgruppe geschaffen und der gehobene Dienst auf akademisches Niveau gebracht.

 

  1. Sucht- und Drogenpolitik:

Die Sucht- und Drogenpolitik der Stadt wurde modernisiert und eine Etablierung des Sucht und Drogenhilfenetzwerkes gewährleistet eine strukturelle Verankerung und Absicherung niederschwelliger Angebote als erster Anlaufstelle.

 

  1. Entwicklungsförderung:

Im Rahmen einer Neuaufstellung und Ausbau der Entwicklungsförderung mit Diagnostik und Therapie wurden Zentren für Entwicklungsförderung ausgebaut und neu errichtet.

 

  1. Wiener Gesundheitsförderung (WiG):

Mit der Gründung der WiG wurde 2009 eine klare Ansprech- und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung in Wien geschaffen, die alle Bereiche der Gesundheitsförderung des Gesundheits- und Sozialressorts in Wien unter einem Dach vereint.

 

  1. AKH und Med Uni Wien intensivieren Zusammenarbeit:

Die Zusammenarbeit zwischen AKH und Medizinischer Universität Wien wird komplett neu aufgestellt und wurde durch einen Zusammenarbeitsvertrag besiegelt. Dafür werden die Stadt Wien und der Bund bis 2030 rund 2,2 Mrd. Euro investieren.

 

  1. Wiener Chancengleichheitsgesetz 2010:

Das Gesetz stärkt Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltag – privat, in der Ausbildung und im Arbeitsleben, Chancengleichheit und Selbstbestimmung sind die zentralen Werte.

Zehn gestellte Weichen für die Zukunft

 

  1. Spitalskonzept 2030/Medizinischer Masterplan:

Mit dem Spitalskonzept 2030 wird die medizinische Versorgung der Stadt Wien mit dem Medizinischen Masterplan und der Masterbetriebsorganisation und der darin enthaltenen Schaffung von medizinischen Schwerpunktzentren fit für das 21. Jahrhundert gemacht. Mit dem Krankenhaus Nord entsteht das modernste Spital Europas, das Versorgung der PatientInnen auf höchstem Niveau garantiert.

 

  1. Pflege und Betreuung 2030:

Mit dem neuen Strategiekonzept werden die Weichen für eine moderne, leistbare und zukunftsfitte Pflege und Betreuung für die nächsten 15 Jahre gestellt und die Erhaltung bzw. Wiedererlangung der Selbstständigkeit älterer Menschen in den Fokus gerückt.

 

  1. Herausforderungen durch die Fluchtbewegungen Herbst 2015:

Die Stadt Wien hat bei der Fluchtbewegung im Herbst 2015 politische Verantwortung übernommen und in einem bespiellosen Zusammenspiel mit NGOs und der Zivilgesellschaft kurzfristig die Versorgung und Unterbringung von Menschen auf der Flucht gesichert.

 

  1. Primär- und ambulante fachärztliche Versorgung:

Die hausärztliche Versorgung wird im Rahmen der Primärversorgung für ÄrztInnen attraktiver und durch neue strukturelle Zusammenarbeit verschiedener Gesundheitsberufe und wohnortnahe Versorgung für PatientInnen leistungsfähiger.

 

  1. Projekt Alkohol 2020:

Das Projekt „Alkohol 2020“, das ein individuelles, ganzheitliches Behandlungs- und Rehabilitationsprogramm zur Verfügung stellt, wird weitergeführt und vor allem im ambulanten Bereich ausgebaut.

 

  1. Weitere Umsetzung Wiener Jugendunterstützung:

Durch das Beschäftigungsprojekt „back to the future“ entstehen mit 200 Transitarbeitsplätzen in einem ersten Schritt ganz konkrete Chancen für junge MindestsicherungsbezieherInnen. In einem weiteren Schritt soll mit der Wiener Jugendunterstützung ein One-Stop-Shop gemeinsam mit dem AMS für alle Jugendlichen und junge Erwachsene bis 25 Jahren geschaffen werden.

 

  1. Integration ab dem ersten Tag: „Start Wien für Flüchtlinge“:

Die rasche und damit langfristige Integration und Förderung von AsylwerberInnen wird in Wien durch verschiedene Angebote im Rahmen von „Start Wien für Flüchtlinge“ großgeschrieben. Beispielgebend ist  das Jugendcollege, das 1000 Kursplätze für Jugendliche und junge Erwachsene bietet und als Vorbereitung und Sprungbrett für eine weiterführende Ausbildung oder Lehre dienen soll.

 

  1. Gesundheits-Hotline TEWEB:

Die Gesundheits-Hotline TEWEB (Telefon- und webbasierte Erstkontakt und Beratungsservice) wird täglich rund um die Uhr der Wiener Bevölkerung bei gesundheits- bzw. krankheitsbedingten Fragen rasche und kompetente Auskunft geben.

 

  1. Wiener Wege zur Inklusion:

Um eine bessere soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, wurde dieses Projekt ins Leben gerufen.

 

  1. Psychiatrisch- Psychosomatischer Versorgungsplan Wien (PPV):

Im Rahmen des PPV, den der KAV gemeinsam mit den PSD Wien erarbeitet, wird das Angebot in den Bereichen Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Behindertenpsychiatrie und in der Psychosomatik definiert und bis 2030 zukunftsfit gemacht.

Anbei findet ihr eine ausführliche Liste mit den wesentlichsten Projekten der Stadträtin (mit Mut zur Lücke): SonjaWehsely_Projekte

 

Die Stadt Wien garantiert eine topmoderne Pflege- und Betreuungslandschaft

Strategiekonzept „Pflege und Betreuung in Wien 2030″ schafft individuelle und bedarfsorientierte Konzepte und macht die Pflege und Betreuung in Wien zukunftsfit

„Die Ansprüche an Pflege- und Betreuung haben sich verändert und uns als Stadt Wien ist es uns wichtig, die modernsten und nachhaltigsten Lösungen für alle Wienerinnen und Wiener zu finden. Mit dem Strategiekonzept „Pflege und Betreuung in Wien 2030“ haben wir es geschafft, auf dem sehr erfolgreich umgesetzten Geriatriekonzept von 2004 aufzubauen und nun mit einer strategischen Weiterentwicklung die nächsten Schritte zu setzen. Mit flexiblen, durchlässigeren und individuelleren Modellen garantiert die Stadt Wien eine topmoderne, erstklassige Pflege- und Betreuungslandschaft. Das vorliegende Konzept zeigt die Zukunft der Pflege und Betreuung in Wien für die nächsten fünfzehn Jahre“, erläutert Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen bei der Pressekonferenz zur Präsentation des Strategiekonzepts „Pflege und Betreuung in Wien 2030“, gemeinsam mit Peter Stanzl, Leiter der Gruppe Sozialplanung in der Magistratsabteilung 24.

Wien wächst und wird jünger und älter zu gleich. Das stellt die Pflege und Betreuung in der Stadt vor neue Herausforderungen. „Wir haben das früh genug erkannt und setzen nun die nächsten Schritte, um ein würdevolles Altern für alle Wienerinnen und Wiener mit bestmöglichen Betreuungsangeboten zu ermöglichen und dabei auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen“, so die Stadträtin. „Um zu gewährleisten, dass Menschen möglichst lange ein eigenständiges Leben führen können, wird ein Kernelement des Strategiekonzepts die längere Erhaltung bzw. Wiedererlangung der Selbstständigkeit älterer Menschen sein. Im Fokus der geplanten Maßnahmen steht daher eine Verstärkung von Rehabilitations- und Remobilisationsangeboten“, erläutert Wehsely. „Studien und Analysen im Bereich der Sozialplanung zeigen die Effizienz präventiver Maßnahmen im Bereich der Pflege und Betreuung. Die konkreten Maßnahmen des neuen Pflege- und Betreuungskonzeptes orientieren sich an internationalen Vergleichen und best-practice Modellen, um so die optimalen Lösungen für die Wienerinnen und Wiener zu finden“, erklärt Peter Stanzl. Ein verstärkter Ausbau von mobilen und teilstationären Angeboten trägt außerdem zu einer Individualisierung der Betreuung bei und schafft eine höhere Durchlässigkeit zwischen den Angeboten. Um den Zugang zu den vielfältigen Angeboten für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erleichtern, kann seit Juli diesen Jahres jede Leistung des FSW in jedem Beratungszentrum des FSW beantragt werden.

Konkrete Maßnahmen eines flexiblen Gesamtkonzeptes beinhalten außerdem eine Schließung der Betreuungslücke zwischen den derzeitigen mobilen Angeboten und der 24-Stunden-Betreuung. Bereits in der Umsetzung befindet sich der Ausbau von mobilen Palliativteams, von denen bereits zwölf in Wien bestehen und über den FSW organisiert werden. „Ein integriertes und nachhaltiges Konzept mit individuellen Lösungen zu erarbeiten war uns auch deshalb sehr wichtig, weil flexiblere Lösungen auch die Bedürfnisse der Angehörigen berücksichtigen. Ein Großteil der privaten Pflege wird immer noch von Frauen übernommen – sie werden durch das neue Konzept besonders entlastet. Als konkrete erste Maßnahme werden seit diesem Jahr im Tageszentrum Favoriten verlängerte Öffnungszeiten am Abend sowie am Wochenende pilotiert“, erklärt Wehsely.

In Wien sollen alle Menschen, unabhängig von Einkommen oder Herkunft die bestmöglichen Pflege und Betreuung bekommen und sich auch von den Angeboten der Stadt angesprochen fühlen. Inklusion von allen gesellschaftlichen Gruppen ist daher auch in einer modernen Pflege-und Betreuung sehr wichtig. „Eine von uns in Auftrag gegebene aktuelle Studie bestätigt uns in der Annahme, dass Menschen mit Migrationshintergrund Angebote auch im Pflege- und Betreuungsbereich bevorzugen, die offen für alle sind. Diesen Weg werden wir fortsetzen“, so Wehsely.

Dabei soll auch die Nachhaltigkeit des Pflege- und Betreuungssystems dieser Stadt garantiert werden. Nachhaltigkeit bedeutet natürlich auch Finanzierbarkeit. „Pflege und Betreuung soll nicht nur für alle leistbar, sondern auch finanzierbar sein“, meint die Stadträtin. Um in Zukunft weiterhin rechtzeitig auf Veränderungen der Bedarfsstruktur reagieren zu können wird auf Grundlage einer neuen Bedarfserhebung und –Prognose ein Personalstrategiekonzept gemeinsam mit allen relevanten Stellen und PartnerInnen der Stadt entwickelt. „Mit diesem integrierten, modernen und zukunftsweisenden Pflege- und Betreuungskonzept garantieren wir weiterhin eine erstklassige Versorgung für alle Wienerinnen und Wiener, die auch in Zukunft gesichert sein wird“, so die Stadträtin abschließend.

Das Strategiekonzept ist hier downloadbar

Neue, moderne Haltestelle Wien Brünner Straße eröffnet Haltestelle ermöglicht direkten Zugang zum zukünftigen KH Nord

Barrierefreiheit durch Aufzüge und Blindenleitsystem; Lärmschutz im Haltestellenbereich; Investitionssumme ca. 24 Mio. Euro; Verdichtung der S3 ab Fahrplanwechsel im Dezember

Im Zuge des Konjunkturpakets Wien entstand in unmittelbarer Nähe zum im Bau befindlichen Krankenhaus Nord die neue S-Bahn-Haltestelle Wien Brünner Straße. Um den Fahrgästen einen direkten, barrierefreien Zugang zum neuen Krankenhaus Nord zu ermöglichen, war die Verlegung der Haltestelle um rund 200 Meter in Fahrtrichtung Wien Floridsdorf erforderlich. Die Bauarbeiten haben rund zwei Jahre gedauert, insgesamt wurden rund 24 Mio. Euro in den Neubau investiert. Die offizielle Eröffnung haben heute der Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur AG, Franz Bauer, Renate Brauner, Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft und Internationales, Wiens Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen, Sonja Wehsely, und der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai vorgenommen.

Renate Brauner zeigte sich erfreut über die Qualitätsoffensive bei der S-Bahn in Floridsdorf: „Erfreulicherweise benutzen immer mehr Menschen die Wiener S-Bahn. Wir wollen, dass dieser Trend anhält und das geht nur mit mehr Qualität. Wir verbessern daher in den kommenden Jahren gemeinsam mit den ÖBB Schritt für Schritt Infrastruktur und Angebote bei der S-Bahn. Von der neuen barrierefreien Haltestelle Brünner Straße erreicht man den Praterstern in 10 Minuten oder Wien Mitte in 15 Minuten. Der bevorstehende Fahrplanwechsel bringt noch weitere Vorteile für Floridsdorf. So werden ab 11. Dezember die Züge der S3 in der Hauptverkehrszeit erstmals im 15-Minuten-Takt auf den Stationen Brünner Straße, Jedlersdorf und Strebersdorf unterwegs sein.“

„Gerade in Floridsdorf brauchen wir durch den Zuzug mehr Spitalsbetten. Das schaffen wir mit dem Bau des Krankenhauses Nord, das ein wesentlicher Eckpfeiler des Wiener Spitalskonzeptes 2030 ist. Für alle Patientinnen und Patienten genauso wie Besucherinnen und Besucher oder Anrainerinnen und Anrainer bauen wir ein Spitzenspital aber wir schaffen auch viele zusätzliche Angebote. So wird es etwa ein Beratungszentrum, eine moderne Rettungsstation, einen Babypoint und eine ansprechende Ladenpassage geben. Darüber hinaus wurden Teile der Brünner Straße modernisiert und begrünt und auch das Radwegenetz rund ums Krankenhaus ausgebaut und eben auch die S-Bahn-Station gemeinsam mit den ÖBB erneuert. So werden die Wienerinnen und Wiener im wahrsten Sinne des Wortes den bestmöglichen Zugang zu Spitzenmedizin haben“, so Sonja Wehsely im Rahmen der heutigen Eröffnung der modernisierten Haltestelle.

„Mit dem Bau des Krankenhauses Nord wird die Gesundheitsversorgung in Floridsdorf modernisiert aber auch die Infrastruktur deutlich gestärkt. Der Umbau der S-Bahn-Station ist ein wichtiger Impuls für die Entwicklungsachse Brünner Straße und insgesamt ein Gewinn für die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer“, freut sich Bezirksvorsteher Georg Papai.

„Es war und ist uns ein Anliegen, dass unseren Kunden moderne Infrastrukturanlagen zur Verfügung stehen. Die Kundenattraktivität der Haltestelle Brünner Straße wird vor allem durch eine moderne, funktionelle und barrierefreie Ausstattung der Bahnsteige und den direkten Krankenhauszugang gesteigert. Der Umbau der Haltestelle ist auch Teil des Konjunkturpakets für Wien“, betont ÖBB-Infrastruktur-Vorstandsdirektor Franz Bauer.

Steigerung von Qualität und Komfort

Um den geänderten Kundenbedürfnissen, die sich durch den Bau des Krankenhauses Nord für die Fahrgäste ergeben, Rechnung zu tragen, wurde die Haltestelle Brünner Straße um rund 200 Meter Richtung Osten verlegt und zu einer kundenfreundlichen und barrierefreien Verkehrsstation umgebaut. Es entstand ein neuer 160 Meter langer Inselbahnsteig mit integrierten Liften sowie Lärmschutzwänden im Haltestellenbereich zum Krankenhaus hin. Die neue Haltestelle wird den Fahrgästen einen direkten Zugang zum neuen Krankenhaus Nord ermöglichen. Im Sinne der Barrierefreiheit gewährleisten zwei Lifte, dass nicht nur für alle bisherigen Fahrgäste eine Qualitäts- und Komfortsteigerung erzielt wird, sondern auch mobilitätseingeschränkte Menschen sicher, problemlos und barrierefrei auf den Bahnsteig gelangen. Zusätzlich wurde ein Blindenleitsystem eingebaut. Im Rahmen des Projektes wurden Lärmschutzwände, auch im Bereich des Krankenhauses Nord, mit einer Gesamtfläche von 1.650 m² errichtet, das entspricht in etwa der Größe von zwei Handballfeldern. Die Errichtung der neuen Verkehrsstation erfolgte unter laufenden Bahnbetrieb und auch die alte Haltestelle Brünner Straße ist während der Arbeiten in Betrieb geblieben.

Bauzeit • Baubeginn: September 2014 • Bauende: November 2016

Finanzierung

Investitionssumme von rund 24 Mio. Euro wird aus dem Konjunkturpaket Wien aufgebracht. Die ÖBB übernehmen dabei 80 Prozent der Kosten, der Anteil der Stadt Wien beträgt 20 Prozent.

Verdichtung S3 ab 11. Dezember

Mit kommendem Fahrplanwechsel werden auf der Linie S3 mehr Züge unterwegs sein. Im Abschnitt Wien Floridsdorf – Stockerau wird der Bestandsverkehr von Montag bis Freitag (wenn Werktag) auf 4 Züge pro Stunde verdichtet – das heißt, während der Hauptverkehrszeit zwischen 6:00 Uhr und 9:00 Uhr wird das Angebot um 2 Züge pro Stunde und Richtung sowie zwischen 15:00 Uhr und 19:00 Uhr um 1 Zug pro Stunde und Richtung mit Halten bis Korneuburg in allen Zwischenstationen erweitert. In der Nebenverkehrszeit soll das Angebot im Abschnitt Wien Floridsdorf – Korneuburg von Montag bis Freitag (wenn Werktag) zwischen 9:00 Uhr und 15:00 Uhr sowie zwischen 19:00 Uhr und 20:00 Uhr um jeweils 2 Züge pro Stunde und Richtung mit Halten allen Zwischenstationen erweitert werden. Die Züge sind mit den bestehenden Verbindungen im Abschnitt Wien Floridsdorf – Wien Liesing verknüpft, bzw. werden zehn Züge in diesem Abschnitt im Zuge dieser Leistungsbestellung zusätzlich geführt.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.031 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
 

Frucht macht Lust – Das Schulfruchtprogramm der Stadt Wien

Zu Besuch in der Ganztagsvolksschule Wehlistraße – Angebot auf öffentliche Ganztagsschulen ausgeweitet

Über 100.000 Schülerinnen und Schüler in 356 Pflichtschulen der Stadt Wien erhalten jede Woche frisches Obst und Gemüse direkt in die Klasse geliefert. 2015 startete das Wiener Schulfruchtprogramm – vorerst in halbtägig und offen geführten Pflichtschulen der Stadt. Seit Beginn dieses Schuljahres werden nun auch Ganztagsschulen und damit alle Pflichtschulen der Stadt Wien wöchentlich mit frischem Obst und Gemüse versorgt. Bei einer Verkostung in der Ganztagsvolksschule Wehlistraße im 2. Bezirk wollten sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely und Gemeinderätin Birgit Hebein selbst davon überzeugen, wie gut das bei den schulpflichtigen Wienerinnen und Wienern ankommt und wie sie sonst noch auf den Frucht-Geschmack gebracht werden.
Sehen, riechen, schmecken, erleben

Genuss und gesunde Ernährung widersprechen einander nicht. Im Gegenteil: Was gut schmeckt, tut gut. „Wir wollen Kindern Lust auf frisches Obst und Gemüse machen, indem wir ihnen zeigen, wie gut regionale und biologische Produkte schmecken. Uns ist es sehr wichtig, dass solche Lebensmittel allen Kindern, unabhängig vom Einkommen der Eltern, zur Verfügung stehen. Das Schulfruchtprogramm ist deshalb nicht nur gesundheitsfördernd, sondern auch eine Sozialmaßnahme“, erklärt Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely. „Genau darauf zielen vor allem auch die pädagogischen Begleitmaßnahmen der Wiener Gesundheitsförderung ab.“ Bei den kostenlosen Verkostungen erleben die jungen Wienerinnen und Wiener die breite Palette an Geschmäckern und Konsistenzen mit allen Sinnen. Mal ein saftiger, fruchtiger Apfel mit ein wenig Säure, mal eine samtig-weiche, süße Marille und dann eine frische, knackige Karotte. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
„Mehr als die Hälfte der Wiener Kinder kommen ohne Frühstück und ohne Jause in die Schule. Die Gründe dafür sind unterschiedlich, bei manchen Familien hat es finanzielle Gründe oder der Stellenwert wird nicht erkannt. Die gesunde Gratisjause kommt gut an. Wir haben das Angebot an regionalem und biologischem Obst und Gemüse bereits erweitert, damit es eine größere Vielfalt in die Schuljause bringt. Jetzt war es uns noch sehr wichtig, dieses Angebot in den öffentlichen Ganztagsschulen ebenfalls auszuweiten,“ so Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Wiener Grünen.
Hintergrundinformation

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer an Schulen im Wiener Schulfruchtprogramm erfahren in Workshops mehr über saisonales Essen und Trinken und wie Lebensmittel hergestellt werden. Vor allem aber:
Wie sie dieses Wissen im Unterricht vermitteln und so ihre Schülerinnen und Schüler auf den gesunden Geschmack bringen können. „Wir wollen auch zeigen: Früchte sind keine Billig-Lebensmittel, bei denen verschiedene Chemikalien zusammengeschüttet, aromatisiert und eingefärbt werden. Sie sind liebevoll aufgezogene Qualitätsprodukte und deutlich besser geeignet, sich zwischendurch eine kleine Stärkung zu gönnen, als andere Snacks“, so Wehsely und Hebein. Deshalb können teilnehmende Schulen auch kostenlose Workshops und Exkursionen buchen, in denen die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Früchte und ihre Herstellung näher kennen lernen. Von der Aussaat des Kerns bis zur „Landung“ in der Klasse.
EU-Projekt

„Das Erlebnis, einen Apfel vom Baum zu pflücken, abzubeißen und zu schmecken, ist heutzutage leider für immer weniger Kinder selbstverständlich. Mit dem Wiener Schulfruchtprogramm vermitteln wir Schülerinnen und Schülern diese Erfahrung“, steht Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, voll hinter dem Projekt. Für die Verteilung der Früchte zeichnet der Landesverband Wien der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen verantwortlich. Die Europäische Union fördert das Projekt im Rahmen ihres Programms „Schlaue Früchtchen“.

Preis der Menschlichkeit

Messe „JedeR für JedeN“ bildete den feierlichen Rahmen – breites Informationsangebot für Menschen mit Behinderungen und Angehörige

 Zehn Jahre „JedeR für JedeN“! Die Messe speziell für Menschen mit Behinderung feierte am Sonntag, 20. November 2016, ihr zehnjähriges Bestehen. Der Informationstag für und mit Menschen mit Behinderungen bot Informationen, Diskussionen und Unterhaltung. Bei der Verleihung des Preises der Menschlichkeit wurden besonders engagierte Personen für ihren ehrenamtlichen Einsatz ausgezeichnet. 90 Wiener Selbsthilfegruppen, Behindertenorganisationen und themenspezifische Einrichtungen stellten ihre vielfältigen Unterstützungsangebote vor.

Ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war einmal mehr die Verleihung des Preises der Menschlichkeit, der von Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen, verliehen wurde. „Unzählige Menschen und Organisationen setzen sich tagtäglich in Wien für ihre Mitmenschen ein und leisten dadurch einen unschätzbaren Beitrag für die Betroffenen. Um dieses Engagement zu würdigen, danken wir diesen besonderen Menschen mit dem Preis der Menschlichkeit“, so Wehsely.

Der Preis der Menschlichkeit wird alle zwei Jahre für besonderen ehrenamtlichen Einsatz vergeben. Alle Preise sind gleichwertig und die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Heuer gab es 30 Nominierungen aus Einrichtungen des Wiener Sozialwesens, sieben Preise wurden vergeben.

Die PreisträgerInnen 2016 (alphabetisch)

Manuela Ertl, vorgeschlagen vom Büro der Geschäftsgruppe für Gesundheit, Soziales und Generationen, nahm den Preis stellvertretend für das ehrenamtliche Team des Vereins „Train of Hope“ entgegen. Ertl ist Initiatorin sowie Koordinatorin des Vereins und hatte, gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, eine Schlüsselfunktion bei der Erstversorgung von Transitflüchtlingen am Wiener Hauptbahnhof inne. Rasch und unbürokratisch wurden die Betroffenen mit dem Wichtigsten versorgt. Auch die Koordination von Sachspenden, das Zusammenführen von auf der Flucht getrennten Menschen, das Dolmetschen, der Transport zu Notschlafstellen und die Medizinische Erstversorgung waren Teil der Hilfeleistung.

Ingeborg Haberfehlner wurde vom Fonds Soziales Wien nominiert und stellvertretend für das ehrenamtliche Team des Kontaktbesuchsdienstes der Stadt Wien mit dem Preis der Menschlichkeit ausgezeichnet. Haberfehlner engagiert sich seit 1980 als Kontaktbesucherin in Meidling. Sie ist gemeinsam mit einem Team von 103 weiteren ehrenamtlichen KontaktbesucherInnen eine wichtige Kommunikationsbrücke zwischen SeniorInnen, der Stadt Wien und dem FSW. Die KontaktbesucherInnen leihen den SeniorInnen ein offenes Ohr und tragen durch ihr Engagement oftmals wesentlich zur Verbesserung der Lebenssituation der SeniorInnen bei.

Gerlinde Jochum wurde über den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen von pro mente wien wegen ihres außerordentlichen Engagements für Menschen mit psychischen Erkrankungen nominiert. Seit 37 Jahren unterstützt sie Betroffene als ehrenamtliche Sozialbegleiterin und setzt sich für deren Rechte ein. Gespräche, kleine Unternehmungen oder die wöchentliche Tanzgruppe, die Gerlinde Jochum leitet, holen die Betroffenen aus der sozialen Isolation.

Petra Resch nahm den Preis der Menschlichkeit stellvertretend für das ehrenamtliche Team in der Palliativstation des Krankenhauses Hietzing entgegen, das vom Wiener Krankenanstaltenverbund nominiert wurde. Die 15 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen und begleiten etwa 350 schwerkranke Menschen auf dem letzten Abschnitt ihres Lebenswegs und ermöglichen ihnen, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben – und würdevoll zu sterben. Mit viel Engagement, Offenheit und Einfühlungsvermögen bringt das Team mit der Organisation von Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen und Festen eine willkommene Abwechslung in den Alltag der Menschen.

Otto Spranger, vorgeschlagen von der Selbsthilfe-Unterstützungsstelle SUS Wien, engagiert sich seit 26 Jahren aktiv für die Österreichische Lungenunion und leitet diese seit 18 Jahren. Er etablierte den „Welt Allergie und Asthma Tag“ im Wiener Rathaus und ist Herausgeber der Zeitschrift „Aufwind“, die Informationen über die Früherkennung und den Umgang mit chronischen Atemwegserkrankungen liefert. Sein unermüdlicher Einsatz zeigt sich in zahlreichen Initiativen wie beispielsweise dem „Allergie Risiko Check“ oder der „Global Allergy and Asthma Patient Platform“. Von 2006 bis 2016 war er zudem Obmann des Medizinischen Selbsthilfezentrums Wien. Otto Spranger hat wesentlich zur Bewusstseinsbildung beigetragen und für Betroffene wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe geleistet.

Ursula Tuch, nominiert von der MA 15 – Gesundheitsdienst der Stadt Wien, ist leitende Diplomsozialarbeiterin der Tuberkulosevorsorge der Stadt Wien und leistet in ihrer Freizeit seit vielen Jahren ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuung in der Pfarre Penzing St. Jakob. Begonnen hat ihr Engagement im Jahr 1989 mit der Betreuung rumänischer Flüchtlinge. In den 1990er-Jahren unterstützte sie Flüchtlingsfamilien aus dem ehemaligen Jugoslawien bei der Suche nach Kindergarten- und Schulplätzen, Wohnungen und Arbeitsplätzen. Auch in der aktuellen Flüchtlingssituation kümmerte sie sich um die Koordination, medizinische Betreuung und Basisversorgung von Flüchtlingen.

Werner Welzl ist seit zehn Jahren im Nachbarschaftszentrum 17 ehrenamtlich tätig und wurde über den Dachverband Wiener Sozialeinrichtungen vom Wiener Hilfswerk für den Preis der Menschlichkeit vorgeschlagen. Er begleitet seit zehn Jahren blinde Menschen bei Besorgungen und Freizeitaktivitäten und ist seit fünf Jahren Lesepate für vorwiegend sozial benachteiligte Kinder mit Migrationshintergrund. Seit 2015 unterstützt Welzl das Projekt „New Neighbour Buddy“ im Deutschcafé zur Förderung der Inklusion von Flüchtlingen und hat vor kurzem die Patenschaft für einen jungen Kosovo-Albaner mit Legasthenie übernommen.

Credit: Votava/PiD

Im Wiener Rathaus informierten sich zahlreiche Interessierte, um das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen weiter zu verbessern. „Zehn Jahre WIR statt ICH, zehn Jahre Miteinander statt allein, zehn Jahre ‚JedeR für JedeN‘.Vielen Dank an alle, die – auf der Bühne, an den Informationsständen oder auch hinter den Kulissen – seit zehn Jahren zum Erfolg von ‚JedeR für JedeN‘ beitragen“, so Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, abschließend.

Tag der Kinderrechte: „Kinderrechte stehen in Wien das ganze Jahr im Zentrum“

Die MAG ELF leistet das ganze Jahr über mit ihrem breiten Angebot einen Beitrag zur Einhaltung der Kinderrechte in Wien

Am 20. November 1989 wurde die UN-Konvention über die Rechte des Kindes unterzeichnet – Österreich hat sich mit der Ratifizierung der Kinderrechtskonvention 1992 dazu verpflichtet, sich aktiv für deren Einhaltung einzusetzen. „Dazu gehört auch die Aufarbeitung des Leids, das Missbrauchsopfern in öffentlicher Obhut angetan wurde“, meint Stadträtin Sonja Wehsely. Deshalb setzten hochrangige VertreterInnen der Republik am 17. November 2016 im Rahmen eines Staatsaktes im Historischen Sitzungssaal des Parlaments ein Zeichen des Respekts und der Anerkennung für Missbrauchsopfer in Heimen der öffentlichen Hand bzw. der Kirche. „Damit sollte deutlich gemacht werden, dass unter dieses dunkle Kapitel kein Schlussstrich gezogen werden darf, sondern die Aufarbeitung weitergehen muss und sich derartige Gräuel nie wieder wiederholen dürfen“, so sie Stadträtin, die dem feierlichen Staatsakt ebenfalls beiwohnte. „Kinderrechte stehen in Wien das ganze Jahr im Zentrum. Für uns ist die Gleichberechtigung und der Schutz aller Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Elternhaus, eines der wichtigsten Prinzipien. Der Tag der Kinderrechte ist ein guter Anlass, um über das umfassende Angebot der MAG ELF zu informieren.“

Die MAG ELF – Kinderrechte im Zentrum

Die MAG ELF, die größte Kinderschutzorganisation Österreichs, stellt die Kinderrechte auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention in den Mittelpunkt ihres Handelns. Sie hat als erster Kinder-/Jugendhilfeträger bundesweit einen Kinderrechtebeauftragten bestellt. Dieser Bereich wurde nun ausgebaut und durch ein multiprofessionelles Kinderrechteteam abgelöst, das sich sowohl mit der Planung als auch der praxisnahen Umsetzung von Maßnahmen befasst. Dazu stehen eine Vielzahl von Angeboten der MAG ELF zur Verfügung.

Die Leistungen der MAG ELF

Die MAG ELF bietet Service und Betreuung für Familien in den Eltern-Kind-Zentren und leistet Hilfe bei Erziehungsproblemen, wenn nötig, auch per Mail. Fragen rund ums Baby beantwortet Fred, der Exbärte. Die größte Gruppe von MitarbeiterInnen sind bestens ausgebildete SozialpädagogInnen, die in geschützten Räumen den Alltag der zu betreuenden Kinder begleiten.

Besonders der Kinderschutz wird in den 18 Regionalstellen groß geschrieben, wo Soziale Arbeit für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen geleistet wird. Außerdem stellt die MAG ELF Rechtsvertretung, Paar- und Familienberatung und eine Talkbox, wo Kinder und Jugendliche per E-Mail Rat und Hilfe für suchen können, zur Verfügung. Für alle weiteren Anliegen bietet die MAG ELF AnsprechpartnerInnen in den vier Servicestellen.

Stadt Wien enthüllt Gedenktafel für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt

Gedenktafel ist Mahnung und Auftrag

„Es ist mir ein persönliches Anliegen im Rahmen der Aufarbeitung, die Opfer des Unrechts, das in Kinderheimen der Stadt Wien bzw. bei Pflegeeltern geschehen ist, noch einmal um Entschuldigung zu bitten. Es ist ein Kapitel in der Geschichte unserer Stadt, das nie hätte geschrieben werden dürfen. Denn es liegt in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, dass jene, die am schutzlosesten und damit am verwundbarsten sind in besonderer Weise vor Gewalt und Übergriffen geschützt werden. Die Gedenktafel soll für alle sichtbar eine Mahnung und Auftrag sein immer den Blick auf die Schwächsten in einer Gesellschaft zu richten“, betont Bürgermeister Dr. Michael Häupl bei der Enthüllung der Gedenktafel an der ehemaligen Kinderübernahmestelle im 9. Bezirk. Von diesem Standort, der ehemaligen Kinderübernahmestelle, wurden Kinder in Heime und Pflegefamilien gebracht, in denen sie erschütternden alltäglichen Erziehungspraktiken und institutioneller Gewalt ausgesetzt waren.

„Die Opfer haben Unfassbares erlebt, es ist unsere Pflicht als Stadt, unsere Verantwortung wahrzunehmen, geschehenes Unrecht ohne Relativierung anzuerkennen und uns dafür aufrichtig und zutiefst zu entschuldigen. Wir werden und wollen keinen Schlussstrich unter dieses Kapitel setzen. Wir haben aber aus den Erkenntnissen dieser Vorgänge gelernt und Verantwortung übernommen. Das Leid der Betroffenen kann nicht rückgängig gemacht werden, aber wir haben viel unternommen um eine Entstigmatisierung der Betroffenen zu gewährleisten und den Opfern finanzielle und therapeutische Hilfestellung zu geben,“ erklärt Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

„Leid anerkennen, unterstützen und aufarbeiten – das sind die wichtigsten Signale an die Opfer, deren unvorstellbares Leid nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Enthüllung der Gedenktafel ist ein weiterer Schritt, um Verantwortung zu übernehmen“, so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein.

„Ein Blick in die heutige Jugendwohlfahrt zeigt, dass sich die Strukturen in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert haben“, betont der Leiter der MAG ELF, Mag. Johannes Köhler. „Heuten leben Kinder und Jugendliche in kleinen Wohneinheiten, eine Abschottung in geschlossene Systeme gibt es nicht. Die veränderte Wohnstruktur und der Personalschlüssel sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen in einer altersadäquaten Umgebung aufwachsen. Für die Opfer von Gewalt gibt es volle Akteneinsicht sowie Zugang zu allen Archiven. Ein eigens durchgeführter Tag der Begegnung gab den Betroffenen die Möglichkeit, sich über die komplett veränderten Rahmenbedingungen zu informieren. Transparenz, eine hohe Qualitätssicherung und ein dichtes Netz an Kontrollinstanzen sorgen dafür, dass die Kinder und Jugendlichen sicher und gut betreut leben können.“
Rückblick – Stadt Wien übernimmt Verantwortung

Die Stadt Wien hat im April 2010 nach Bekanntwerden von Gewalt- und Missbrauchsvorwürfen in Heimen der Stadt unverzüglich mit der Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Wiener Jugendwohlfahrt begonnen.

Die Opferschutzeinrichtung Weisser Ring wurde als Anlaufstelle eingerichtet und übernimmt bis heute die Betreuung der Betroffenen sowie die unbürokratische Abwicklung der therapeutischen, rechtlichen und finanziellen Hilfestellungen.
 
Von der zuständigen MAG ELF wurden mehrere historische Studien in Auftrag gegeben, um der Geschichte der ehemaligen Heim- und Pflegekinder eine Stimme zu geben. Im Jahre 2012 legte die Historikerkommission unter der Leitung von Univ. Prof. Sieder einen umfangreichen Bericht über die Erziehungskonzepte, Organisationsstrukturen und alltägliche Erziehungspraktiken in Wiener Erziehungsheimen vor. Im Juni 2013 präsentierte die Kommission Wilhelminenberg unter der Leitung von Dr.in Babara Helige den Abschlussbericht über das Kinderheim Wilhelminenberg. Ebenfalls im Juni 2013 wurde die Ergebnisse der Pflegekinder-Studie des Forschungsinstituts des FH-Campus Wien, Leiterin FH-Prof.in Raab-Steiner, einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Weiters wurden Studien von der MAG ELF in finanzieller oder organisatorischer Hinsicht unterstützt: Zum einem die Wiener Heimstudie der Universität Wien, zum anderen die Studie über das Wiener Kinder- und Erziehungsheim Hohe Warte in der Zeit des Nationalsozialismus und der Nachkriegsjahre der Johannes Kepler Universität Linz.
2012 wurde die Forderung der Kinder- und Jugendanwaltschaft umgesetzt: Die Ombudsstelle für Kinder, die in sozialpädagogischen Einrichtungen betreut werden, wurde eingerichtet.

 Insgesamt hat die Stadt Wien in den letzten 6 Jahren Mitteln in Höhe von € 52,53 Mio. beschlossen. Damit hat die Stadt Wien nicht nur finanzielle Hilfestellung leisten können, sondern hat auch die Kosten für Psychotherapie beschlossen. Der Weisse Ring hat bereits über 3.000 Fälle behandelt. In rund 2.300 Fällen wurden finanzielle Unterstützungen und in über 1.700 Fällen die Kostenübernahme einer Psychotherapie beschlossen. Offene Fälle können bis Ende 2018 abgerechnet werden.

Nach der Beendigung der „Hilfe für Opfer von Gewalt in Einrichtungen der Wiener Jugendwohlfahrt“ wird die Kinder- und Jugendanwaltschaft gemeinsam mit dem PSD rechtliche und psychotherapeutische Hilfestellung leisten. Die Stadt Wien unterstützt damit auch weiterhin die Opfer.

Wien hat sich für nationale Gedenkzeremonie stark gemacht „Der gestrige Tag war für die Opfer ein ganz wichtiger: mit der nationalen Gedenkzeremonie kam die Republik dem Wunsch vieler Opfer nach. Die rot-grüne Stadtregierung hat sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt. Dass es nun diese nationale Zeremonie gab, ist ein wesentlicher Schritt für die Anerkennung der grauenvollen Taten in der Vergangenheit“, so Wehsely abschließend.

Österreichische Ärztekammer soll wieder in strukturierte und konstruktive Gespräche eintreten

„Die Drohung der Österreichischen Ärztekammer wegen der 15a-Vereinbarung zu den Gesundheitsausgaben einen Generalstreik zu veranstalten ist eindeutig überzogen. Vielmehr sollte wieder zu einem strukturierten und konstruktiven Gesprächsprozess zurück gefunden werden, um die gewiss nicht kleinen Herausforderungen in der Gesundheitspolitik der kommenden Jahre bestmöglich in den Griff zu bekommen“, sagt die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely Donnerstag zu den aktuellen Auseinandersetzungen rund um die Bund-Ländervereinbarung.

Es habe auch keinen Sinn, mit Horrorzahlen seine Argumente zu stützen. Vereinbart sei ein Kostendämpfungspfad, keineswegs die Reduktion der Gesundheitsausgaben, der Anstieg der Ausgaben wird lediglich etwas flacher ausfallen. „Wenn nun auch die ambulante Versorgung gestärkt werden soll, um letztendlich den Spitalsbereich zu entlasten, dann wundert es mich, wenn die ÖÄK so große Probleme damit hat“, so Wehsely. „Um die anstehenden Probleme zu lösen ist ein Streik oder ähnliche Protestmaßnahmen sicher nicht notwendig. Die Rückkehr zu konstruktiven Gesprächen wird der österreichischen Gesundheitspolitik sicher mehr nützen“, schloss die Wiener Gesundheitsstadträtin.

„Danke Wien“ – Initiative der Hilfswerk-Nachbarschaftszentren

 „Für andere da sein – das Miteinander macht Wien aus“ – Sonja Wehsely

Wertschätzung einmal anders: „Danke Wien“ heißt eine Initiative, die von den BesucherInnen und freiwilligen MitarbeiterInnen der zehn Hilfswerk-Nachbarschaftszentren getragen und von Tausenden Menschen unterzeichnet wird. Die UnterzeichnerInnen bedanken sich dabei bei ihrer Stadt Wien für die sozialen Einrichtungen, die den Wienerinnen und Wiener zur Verfügung stehen. Wiener Hilfswerk-Geschäftsführerin Sabine Geringer und Nachbarschaftszentren-Leiter Michael Eibensteiner stellten die Initiative, die angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen ein Zeichen des Miteinander setzen soll, der Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen, Sonja Wehsely vor.

„Gerade in einer Zeit, in der reaktionäre und rechte Kräfte versuchen, die Gesellschaft zu spalten und damit drohen den sozialen Frieden in unserer Stadt zu gefährden, ist es wichtiger denn je, dass es Menschen gibt, für die das Miteinander und das Gemeinsame stärker ist als das Trennende und das Gegeneinander. Die Arbeit der Hilfswerk-Nachbarschaftszentren ist geprägt von einem Miteinander unterschiedlichster Persönlichkeiten und genau dieses Miteinander macht Wien aus“, so Sozialstadträtin Sonja Wehsely. „Menschen, die sich freiwillig engagieren und für andere Menschen da sind, prägen das Klima in unserer Stadt und sind ein ganz wichtiger Teil der Stadt, damit sie funktioniert. „Jasin und Silvia stehen stellvertretend für tausende Wienerinnen und Wiener, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren, dafür sage ich Danke.“

Gemeinsam mit zwei Protagonisten der Initiative, einem Asylwerber und einer Wienerin, die als Freiwillige tätig sind, wies Wiener Hilfswerk-Geschäftsführerin Geringer auf die Bedeutung der von der Stadt Wien geförderten Hilfswerk-Nachbarschaftszentren hin: „Mit unserer Stadtteilarbeit sind wir für alle Menschen in Wien da, egal welcher Generation, sozialen Schicht oder Herkunft sie sind. Unsere Nachbarschaftszentren machen ein Miteinander der Menschen möglich und tragen dadurch auch zum Abbau von Ängsten vor Fremdem und Unbekanntem bei“, so Geringer. Mit rund 200.000 BesucherInnen pro Jahr spielen die Einrichtungen auch eine wichtige Rolle bei der Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund.
Den Abschluss der Initiative bildet die Überreichung der Tausenden unterschriebenen „Danke Wien“- Postkarten im Rahmen des Advent-Empfanges des Wiener Hilfswerks, der am 30. November 2016 im SkyDome in der Schottenfeldgasse 29, 1070 Wien, stattfindet.

Nachbarschaftszentren – Orte des Austausches und der Vernetzung
Die zehn Nachbarschaftszentren des Wiener Hilfswerks sind bürgernahe und niederschwellige Einrichtungen, in denen multiprofessionelle Teams, engagierte StadtteilarbeiterInnen und freiwillige MitarbeiterInnen einerseits zahlreiche Aktivitäten zu den Themen Gesundheit, Kultur, Bildung, Nachbarschaft und Freizeit und andererseits situationsgerechte, schnelle Hilfeleistungen anbieten.

KH Hietzing eröffnet topmoderne Abteilung für Stoffwechselerkrankungen und Nephrologie

Erweiterung der Dialyseplätze von bisher neun auf 14 Betten. Österreichs größtes Zentrum für InsulinpumpenträgerInnen.

Nach nur 15-monatiger Umbauzeit konnte jetzt im Spätsommer im Krankenhaus Hietzing die modernisierte Abteilung für Stoffwechselerkrankungen und Nephrologie (3. Medizinische Abteilung) eröffnen. War die Abteilung bisher im Pavillon 5 untergebracht, werden nun ihre Leistungen im dafür neu adaptierten Pavillon 5a angeboten. Für die PatientInnen steht ein Team von wie bisher 26 ÄrztInnen und 84 Pflegepersonen zur Verfügung. Erweitert wurde das Angebot im Bereich der Dialyse. Statt bisher neun, gibt es nun 14 Dialyseplätze, die von Montag bis Samstag im Zweischichtbetrieb untertags in Betrieb sind. So können pro Tag bis zu 56 PatientInnen betreut werden. An Sonntagen wird die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse; CAPD, Cycler-Therapie) für PatientInnen des KH Hietzing angeboten.

Mehr Komfort
In den zwei Stationen der Abteilung gibt es 50 Betten in modern gestalteten Zwei- und Einbettzimmern. Behandelt werden hauptsächlich PatientInnen, die an folgenden Krankheiten leiden: Diabetes Mellitus, Nephrologische Erkrankungen, Cardio- Pulmonale Erkrankungen, Akut und Spätkomplikationen von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2, endokrinologische Notfälle, PatientInnen mit komplexen Lipidstoffwechselstörungen, akute und chronische Niereninsuffizienz unterschiedlicher Genese, internistische IntensivpatientInnen.
Die geringe Bettenanzahl pro Zimmer sorgt nicht nur für erhöhten Komfort, sondern bietet auch ausreichend Möglichkeit für notwendige Isolierungen bei Infektionskrankheiten (Grippe, Noroviren, MRSA etc.).

Intensivbetten
Darüber hinaus stehen sechs Intensivbetten für die Intensivmedizinische Betreuung bereit – mit der Möglichkeit zur Beatmung von ateminsuffizienten Patienten sowie der Nierenersatztherapie, vollständiger Rhythmusüberwachung und 24-Stunden-Echtzeitdokumentation.

Das Angebot der Ambulanzen umfasst:
– Diabetesambulanz
– Fußambulanz
– Schwangeren Ambulanz
– FIT Ambulanz – Funktionelle Insulin Therapie
– Nephrologische Ambulanz & Transplant-Ambulanz
– Endokrinologische Ambulanz
– Fettstoffwechselambulanz
– Ambulanz für jugendliche DiabetikerInnen
– Ambulanz für PatientInnen mit Insulinpumpen

Die 3. Medizinische Abteilung ist mit ihrer Betazelle ein Diabetes Kompetenzzentrum und Österreichs größtes Zentrum für InsulinpumpenträgerInnen.

Tradition und langjährige Expertise
„Diese Abteilung zeichnet sich dadurch aus, dass die Besonderheiten der Betreuung und Behandlung von DiabetikerInnen schon immer eine große Rolle gespielt hat. Wir betreiben heute Österreichs größtes Zentrum für InsulinpumpenträgerInnen und gewährleisten für alle PatientInnen unseres Krankenhauses rund um die Uhr qualitätsvolle Behandlung und Betreuung durch das multiprofessionelle Team der Betazelle“, betont die Ärztliche Direktorin des KH Hietzing, Brigitte Ettl.

Bereits in den 1930er Jahren machte sich das Krankhaus Hietzing (damals noch KH Lainz) einen Namen als Ausbildungsstätte für DiätassistentInnen und setzte damals den Grundstein für das Diabetes Kompetenzzentrum. Und heute gehört die 3. Medizinische Abteilung zu den renommiertesten ihrer Art und ist durch die Expertise ihres Leiters international angesehen. Nicht zuletzt reagiert man auch auf die neuen Herausforderungen, erläutert der Abteilungsleiter Rudolf Prager: „Übergewicht und Bewegungsmangel haben in den vergangenen 30 Jahren zu einer rasanten Zunahme der Typ 2 Diabetes-PatientInnen geführt. Heutige Typ 2 DiabetikerInnen sind durchschnittlich zehn Kilo schwerer und zehn Jahre jünger als noch vor 30 Jahren.“ „Mir ist besonders wichtig, dass wir die bestmögliche medizinische Versorgung für die Wiener Bevölkerung in den Gemeindespitälern anbieten können. Dazu ist eine regelmäßige Modernisierung der Angebote und eine permanente Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems unabdingbar“, sagt Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ).
In die Umbauarbeiten wurden rund 6,5 Mio. Euro investiert. Der ursprünglich anvisierte Budgetrahmen wurde sogar leicht unterschritten. Die dadurch frei gewordenen Gelder konnten für andere Sanierungsarbeiten aufgewendet werden.