Diese Woche fand die Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung statt. Mit diesem Jahr wird ein wichtiger Schritt zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung gesetzt.
Die Armutsprävention und –bekämpfung in Wien wird von zwei Säulen getragen. Einerseits stellt die Stadt soziale Leistungen in Form von Geldleistungen bereit, sprich Sozialhilfe, Heizkostenzuschuss, Heizbeihilfe etc. (siehe Artikel Sozialer Zusammenhalt im Mittelpunkt von Rust) Gleichzeitig investiert die Stadt in ein starkes öffentliches System, das heißt, alle politischen Maßnahmen der Stadt sind ein Teil der Wiener Sozialpolitik. Beispiele aus meinem Bereich dafür sind etwa Wiens öffentliche Spitäler, in denen alle PatientInnen unabhängig von Einkommen und sozialem Status bestmöglich versorgt werden - ebenso der Pflegebereich. Durch die Umsetzung des Wiener Geriatriekonzepts und den damit einhergehenden Ausbau der Pflegeplätze auf 10.000 erhalten die WienerInnen genau jene Pflege und Betreuung, die sie brauchen. Dies wird auch durch den kontinuierlichen Ausbau der mobilen Dienste gewährleistet. Der beitragsfreie Kindergarten, ein leistbares öffentliches Verkehrsnetz sowie das starke öffentliche Engagement im Gemeindebau und der geförderte Wohnbau sind weitere wichtige sozialpolitische Maßnahmen im Kampf gegen soziale Ausgrenzung.
Sachleistungen und ein starkes öffentliches System sind nicht nur gut und wichtig zur Armutsprävention, sondern auch zentrale Elemente im Kampf gegen Stigmatisierung von armen Menschen. Niemand soll aufgrund einer schwierigen finanziellen Lage oder einer Notsituation vorgeführt werden, hingegen muss der Kampf um Chancengleichheit voran getrieben und die Leistungen für ALLE adäquat und am Bedarf orientiert ausgebaut werden. Dafür steht die Stadt Wien.
Links:
http://wien.orf.at/stories/425474/
http://derstandard.at/1266541481351/Stadt-Wien-will-mit-Sachleistungen-gegen-Armut-ankaempfen













