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Wien macht das Gesundheitssystem zukunftsfit

Club fur FrauenVor kurzem durfte ich an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Entwicklung des Gesundheitssystems – Who shall live?“ im Haus der Forschung teilnehmen. Gemeinsam mit Univ.Prof. Dr. Siegfried Meryn und Gesundheitsökonomen Univ.Prof. DDr. Christian Köck diskutierte ich, wie das Gesundheitssystem bei steigenden Kosten nachhaltig finanziert werden kann und was sich die Menschen von einem zukunftsfitten Gesundheitssystem erwarten.

Ich bin überzeugt, dass sich die Menschen erwarten, dass die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft, um unser Gesundheitssystem – eines der besten der Welt – aufrecht zu halten. Das heißt, allen PatientInnen, unabhängig von Einkommen, Geschlecht und Herkunft, jene medizinischen Leistungen zu garantieren, die sie brauchen und das am neuesten Stand der Wissenschaft. Dieser durchaus großen Herausforderung stellt sich die Stadt Wien als erstes Bundesland im großen Stil.

Im Rahmen des bereits beschlossenen Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) plant die Stadt Wien gemeinsam mit der Ärztekammer und der Wiener Gebietskrankenkasse das Wiener Gesundheitssystem neu und effizient. Diese Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, das Gesundheitssystem künftig verstärkt an den PatientInnen zu orientieren anstatt an der Struktur. Doppelgleisigkeiten sollen abgebaut und effiziente Strukturen dort aufgebaut werden, wo sie gebraucht werden. Ein Beispiel ist der massive Ausbau des niedergelassenen Bereiches – etwa durch Ärztegesellschaften - genau dort wo PatietnInnen mehr Leistung brauchen. Kurz: Schnittstellenmanagement und Zusammenarbeit müssen optimiert werden, um die nachhaltige Finanzierbarkeit des Systems zu erreich.

Gleichzeitig arbeitet die Stadt Wien mit Hochdruck an der Umsetzung des Wiener Geriatriekonzeptes, um den Bedürfnissen einer älter werdenden Bevölkerung nachzukommen. Bis zum Jahr 2015 werden rund 10.000 Plätze in Pflegewohnhäusern zur Verfügung stehen. Damit wird gewährleistet, dass alte Menschen genau jene Leistung erhalten, die sie brauchen und dies auch in der richtigen Einrichtung.

Darüber hinaus hatte die Diskussion einen wesentlichen, ethischen Aspekt: Wir beschäftigten uns mit heiklen Fragen, die Würde des Menschen im Rahmen der medizinischen Behandlung betreffend. Dabei ging es um schwierige Themen, wie etwa lebenserhaltende Maßnahmen, oder die Priorisierung bei medizinischen Leistung. Themen, die einen umfangreichen Diskussionsprozess erfordern, wie dies etwa in Schweden bereits geschah.

LINK:

Klub für Frauen

MEDIEN:

Wirtschaftsblatt